Standpunkte

2016

  • Im Mai 2016 veröffentlichte die Akademie für öffentliches Gesundheitswesen in Düsseldorf die Ausgabe 2/2016 von "Blickpunkt öffentliche Gesundheit". Im Beitrag "Gesetze für Prostituierte: Schutz oder Zwang?" wirft der Autor Miguel Tamayo einen Blick auf die Auseinandersetzungen rund um das Prostituiertenschutzgesetz. Zum Artikel geht es hier.
  • Zwischen dem 24. und 27. Mai 2016 forderten die Teilnehmenden des 119. Ärztetages "die Abgeordneten des Deutschen Bundestages auf, die Anmelde- und Beratungspflicht in dem geplanten Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG) abzulehnen. Stattdessen müssen freiwillig zu nutzende, anonyme und kostenlose Beratungs- und Untersuchungsangebote bedarfsgerecht und strukturiert ausgebaut werden.Eine Anmelde- und Beratungspflicht ist nicht geeignet, schutzbedürftige Prostituierte zu identifizieren und diese zu motivieren, Beratungs- und Unterstützungsangebote anzunehmen." Zum Protokoll geht es hier. Der Beschluss findet sich auf Seite 257.

2015

  • Am 21. September 2015 veröffentlichte die Deutsche Aids-Hilfe (DAH) eine Stellungnahme zum Referentenentwurf des Gesetzes zur "Regulierung des Prostitutionsgewerbes sowie zum Schutz von in der Prostitution tätigen Personen". Darin lehnt die DAH den Entwurf ab. Zur Stellungnahme geht es hier.
  • Am 11. September 2015 veröffentlichte die Deutsche STI-Gesellschaft (DSTIG) eine kritische Stellungnahme zum Referentenentwurf des Gesetzes zur "Regulierung des Prostitutionsgewerbes sowie zum Schutz von in der Prostitution tätigen Personen". Zur Stellungnahme geht es hier.
  • Am 4. September 2015 veröffentlichte der Deutsche Juristinnenbund (djb) eine Stellungnahme zum Referentenentwurf des Gesetzes zur "Regulierung des Prostitutionsgewerbes sowie zum Schutz von in der Prostitution tätigen Personen". Der djb kritisiert, dass der angestrebte Schutz für die in der Prostitution tätigen Frauen und Männer mit dem Entwurf nicht erreicht wird. Zur Stellungnahme geht es hier.
  • Im August 2015 hat das European Network for HIV/STI Prevention and Health Promotion among Migrant Sexworkers (TAMPEP) ein Positionspapier zur Situation von SexarbeiterInnen mit und ohne Migrationshintergrund in Europa veröffentlicht. Zum Dokument auf Englisch geht es hier.
  • Am 31. August 2015 verabschiedeten mehrere Gesundheitsämter in Deutschland und der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes eine Stellungnahme zum Referentenentwurf für ein Prostituiertenschutzgesetz. Darin sprechen sich die unterzeichnenden Institutionen wiederholt gegen eine Pflichtberatung und Anmeldepflicht für Prostituierte aus. Zur Stellungnahme geht es hier.
  • Am 27. August 2015 veröffentlichte die AG Nord, ein Zusammenschluss mehrerer norddeutscher HIV/STI-Beratungsstellen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes eine Stellungnahme zu den Vereinbarungen der Koalitionsfraktionen zum Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG). Zur Stellungnahme geht es hier.
  • Am 26. August 2015 fand ein Pressegespräch mit NRW-Gesundheits- und Emanzipationsministerin Barbara Steffens und der Leiterin des „Runden Tisches Prostitution NRW“, Claudia Zimmermann-Schwartz statt. Dabei wurde der Referentenentwurf für ein „Gesetz zur Regulierung des Prostitutionsgewerbes sowie zum Schutz von in der Prostitution tätigen Personen“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend kritisch diskutiert. Zur detaillierten Stellungnahme geht es hier.
  • Im August 2015 veröffentlichten unabhängige Sexarbeiterinnen einen Protestaufruf gegen die geplante Registrierungspflicht. Unterstützt wurde die Unterschriften-Kampagne von Hydra, dem Berufsverband für erotische und sexuelle Dienstleistungen (BESD) sowie dem Bundesverband sexuelle Dienstleistungen (BSD). Zum Aufruf geht es hier.
  • Am 29. Juli 2015 veröffentlichten MitarbeiterInnen des öffentlichen Gesundheitsdienstes eine Stellungnahme zum Entwurf des Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG). Zur Stellungnahme geht es hier.
  • Am 13. Juli 2015 veröffentlichte Almuth Wessel einen offenen Brief an Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig. Darin bezieht die Journalistin kritisch Stellung zu den geplanten, verschärften Regelungen zur Gelegenheitsprostitution. Zum offenen Brief geht es hier.
  • Am 13. Juli 2015 veröffentlichte der Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen (BESD) eine Pressemitteilung zur erneuten Verschärfung des Prostituiertenschutzgesetzes. Dabei geht der BESD beonders auf die Folgen einer Verschräfung der Registrierungspflicht für SexarbeiterInnen ein. Zur Pressemitteilung geht es hier.
  • Am 11. Juli 2015 veröffentlichte Dona Carmen eine Pressemitteilung zur weiteren geplanten Verschärfung des Prostituiertenschutzgesetzes. Der Verein für die sozialen und politischen Rechte von Prostituierte prangert damit die zunehmende Beschneidung der Rechte von SexarbeiterInnen an. Zur Pressemitteilung geht es hier.
  • Am 2. Juni 2015, zum Welthurentag, veröffentlichte die britische Organisation "STOPAIDS" ein Faktenblatt zu Sexarbeit, HIV und Menschenrechte ("Factsheet: Sexwork, HIV and Human Rights"). Harriet Langanke hat an dem Standpunktepapier mitgearbeitet. Zum Faktenblatt auf Englisch geht es hier.
  • Am 26. März 2015 verabschiedeten mehrere Gesundheitsämter in Deutschland und der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes eine Stellungnahme zu den Vereinbarungen der Koalitionsfraktionen zum Prostituiertenschutzgesetz. Darin sprechen sich die unterzeichnenden Institutionen gegen eine Pflichtberatung und Anmeldepflicht für Prostituierte aus. Zur Stellungnahme geht es hier.
  • Am 11. März 2015 verabschiedete die Deutsche STI-Gesellschaft (DSTIG) ein Positionspapier zum Stand des Prostituiertenschutzgesetzes. Das Papier wurde von der Arbeitsgruppe (AG) Sexarbeit innerhalb der DSTIG-Sektion Sexuelle Gesundheit erarbeitet. Das Dokument gibt es zum Download hier.
  • Am 3. März 2015 veröffentlichte das Bündnis der Fachberatungsstellen für Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter (bufas) eine kritische Stellungnahme zum „Eckpunktepapier eines Gesetzes zum Schutz der in der Prostitution Tätigen (Prostituiertenschutzgesetz, ProstSchG)“ der Regierungskoalition. Zur Stellungnahme des bufas geht es hier.

  • Ende Januar 2015 wandte sich der Deutsche Juristinnenbund in einem offenen Brief zum geplanten Prostituiertenschutzgesetz an VertreterInnen der Großen Koalition. Der Brief kritisiert besonders die Diskussionspunkte zu verpflichtenden Gesundheitsuntersuchungen, zur Anhebung des Mindestalters auf 21 Jahre und zur Anmeldepflicht. Zum offenen Brief geht es hier.

2014

  • Im Dezember 2014 verabschiedete die NRW-Landeskommission Aids den Beschluss "Ablehnung von Pflichtuntersuchungen auf HIV/STI für Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter" und spricht sich für freiwillige und niedrigschwellige Aufklärungsangebote aus. Zum Beschluss geht es hier.
  • Am 23. Oktober 2014 veröffentlichte die Aids-Hilfe Nordrhein-Westfalen eine Pressemitteilung zum Thema Sexarbeit. Darin lehnt sie die Bestrafung von Freiern von Zwangsprostituierten ab. Zur Pressemitteilung geht es hier.
  • Am 13. Oktober 2014 veröffentlichte Claudia Zimmermann-Schwartz in der Huffington Post ihren Beitrag "Prostitution - eine wissensbasierte feministische Debatte ist überfällig". Die Autorin ist Abteilungsleiterin im Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW) und ist Leiterin des "Runden Tisches Prostitution". Den Artikel finden Sie hier.
  • Am 7. Oktober 2014 warnte die Caritas Essen in der Online-Ausgabe der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) vor Zwangsuntersuchungen für Sexarbeiterinnen. Den Artikel finden Sie hier.
  • Am 22. August 2014 erschien auf Bild-Online ein Artikel zu Freiern und Gesundheit. Unter der Überschrift "Wie wichtig ist Freiern Schutz beim Sex?" beantwortete Harriet Langanke u.a. Fragen zu Freier-Foren und zur gesundheitlichen Aufklärung von Freiern. Zum Artikel geht es hier.
  • Am 29. Juli 2014 veröffentlichte Nicola Döring auf der Webseite medienbewusst.de den Beitrag "Warum Sexting unter Jugendlichen (k)ein Problem ist". Die Autorin ist Professorin an der Technischen Universität Ilmenau. Zum Beitrag geht es hier.
  • In der Ausgabe 07/2014 der Publikationsreihe «Standpunkte» der Rosa-Luxemburg-Stiftung erschien ein Text zur Prostitutionsdebatte PG Macioti, einer langjährigen Aktivistin für die Rechte von SexarbeiterInnen. Unter dem Titel "Liberal zu sein reicht nicht aus" setzt sich die Autorin mit der Prostitutionspolitik in Deutschland und Europa auseinander. Zum Artikel geht es hier.
  • Am 1. Juli 2014 verabschiedete die Arbeitsgemeinschaft Aids-Prävention NRW die Stellungnahme zur "Gesundheitsförderung und Versorgung von Sexarbeiterinnen und Sexarbeiternund zur Einführung von Pflichtuntersuchungen". Zur Stellungnahme geht es hier.
  • Am 27. März 2014 diskutierten unter dem Titel „Wenn es Menschenhandel in der Prostitution gibt, welche Antworten gibt es?“ Fachleute aus Politik, Polizei, Forschung und von der Basis über Fragen zu Menschenhandel und Zwangsprostitution. Die Veranstaltung fand in Kooperation des Kölner Friedensbildungswerk (FBK) und der Gemeinnützigen Stiftung Sexualität und Gesundheit (GSSG) statt. Zur Dokumentation geht es hier.
  • Am 21. Januar 2014 meldeten sich im Zuge der Diskussion um Prostitution in Deutschland und der Petition von Alice Schwarzer gegen Prostitution auch die Kunden von Sexarbeiterinnen zu Wort. In einem Blog stellen die Männer einige Punkte klar und haben drei Fragen an Frau Schwarzer. Zum Blog geht es hier.

2013

  • Im Newsletter 4/2013 der pro familia Mainz gab Harriet Langanke ein Interview über Prostitution. Seit dem Emma-Appell vom Herbst 2013, die Prostitutionsgesetze zu verschärfen, gibt es in Deutschland eine heftige Debatte über Sexarbeit und die Menschen, die in diesem Beruf arbeiten. "Mehr gesicherte Fakten, mehr wirkliches Wissen über die Sexarbeit", fordert Langanke. Das ganze Interview gibt es hier.

3. Fachtag Sexuelle Gesundheit

Am 24. und 25. November 2017 ist es wieder soweit: Die Deutsche STI-Gesellschaft lädt in Kooperation mit der GSSG zu ihrem Fachtag "special" ein.

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Seminar "Wissen macht mächtig - Spaß!" verschoben

29. Juni 2017: Das Seminar "Wissen macht mächtig - Spaß!", das am Mittwoch, den 5. Juli 2017 im Bürgerhaus Kalk in Köln stattfinden sollte, muss aus gesundheitlichen Gründen leider verschoben werden. Informationen zu einem alternativen Termin werden hier veröffentlicht.

Die neue DHIVA ist da!

Die DHIVA ist das Fachmagazin für Frauen zu Sexualität und Gesundheit. Es gibt sie als E-Paper hier...

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AVAC bezieht Stellung zur US-Wahl

Nach der Präsidentenwahl in den USA sind viele Menschen besorgt, wie es mit den Rechten von Minderheiten weitergeht. Die us-amerikanische HIV-Präventions-Organisation AVAC findet klare Worte...

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Spendenkonto für Verfassungsklage gegen das "Prostituierten-schutzgesetz" eingerichtet!

Die Zeit läuft: In 8 Monaten tritt das "Prostituierten-schutzgesetz" in Kraft! Das Gesetz ist nicht nur repressiv, es ist verfassungswidrig: Grundrechte von Sexarbeiter/innen und Betreiber/innen von Prostitutions-Etablissements werden systematisch aushebelt. Deswegen wird Dona Carmen eine Verfas-sungsklage dagegen auf den Weg bringen.

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