Stiftungswesen

Die GSSG versteht sich als Teil der großen Stiftungsfamilie in Deutschland. Sie steht damit in der Tradition jahrhundertelangen Einsatzes von Menschen für ihre Mitmenschen. Als Mitglied des Bundesverbands Deutscher Stiftungen trägt die GSSG die Grundsätze guter Stiftungspraxis mit.

Deutschland erlebt einen kleinen Stiftungsboom. Mehr als die Hälfte der über 15.000 Stiftungen ist in den vergangenen 15 Jahren entstanden. Jedes Jahr nehmen Hunderte von rechtsfähigen Stiftungen bürgerlichen Rechts ihre Arbeit auf. Im Jahr 2007 wurden erstmals über 1.000 Stiftungen neu errichtet. Darüber hinaus kommen jährlich vermutlich - genaue Zahlen kennt keiner - tausend Stiftungsvereine, unselbstständige Stiftungen, Stiftungs-GmbHs und Stiftungen öffentlichen Rechts hinzu. Fast alle Stiftungen sind steuerbegünstigt, weil sie gemeinnützige Zwecke verfolgen. Auch die GSSG, eine Stiftungs-GmbH, ist gemeinnützig.

Geschichte

Schon seit vielen Jahrhunderten engagieren sich die Menschen als Stifter. Maecenas war einer der ersten großen Förderer der Kunst. Zur Sicherung des Seelenheils stifteten Christen in die Armenkasse der Kirche. Im Islam tauchen im 11. Jahrhundert fromme Stiftungen ("Waqf") auf. Zu Anfang des 19. Jahrhunderts bekam das Stiftungswesen durch Bürgervereine einen neuen Schub.

Bürgerstiftungen

Neu ist die Begeisterung für die Idee der Bürgerstiftung. Das Prinzip, dass viele Bürger kleine Beträge stiften (in der Regel 500 bis 5000 Euro), funktioniert. Überall in Deutschland hat die Idee der Bürgerstiftung gezündet: Man findet sie auf Juist und in Berlin, in Stuttgart und in Fürstenfeldbruck – und in rund 200 weiteren Städten und Regionen. Die Unterstützung der Bürgerstiftung vor Ort durch Geld, Zeit oder Ideen ist für viele Menschen eine Selbstverständlichkeit geworden.

Junge Stiftungen

Ebenfalls neu ist das Engagement junger Menschen. Wo Stiftungstreffen früher Zusammenkünfte betagter Honoratioren waren, weht heute ein generationsübergreifender frischer Wind. Auch die Stifter werden jünger. Die Stifterin der GSSG war bei der Stiftungsgründung 45 Jahre alt. So ist das alte Wort von der "guten Tat der toten Hand" passé. Man stiftet zu Lebzeiten. Wer sich seines Vermögens entäußert, will heute zumindest in den ersten Jahrzehnten die Stiftungsarbeit mitgestalten.

Neue Themen, neue Formen

Neu sind die Themen, mit denen sich die Stiftungen heute befassen. Immer mehr  Stiftungen engagieren sich für den Umwelt- und Naturschutz. Auch das Thema Sexualität und Gesundheit ist in dieser Form bislang nicht von einer Stiftung so zentral in den Mittelpunkt der Arbeit gestellt worden. Die GSSG leistet hier Pionierarbeit

Neu ist schließlich die Zusammenarbeit der Stiftungen. Wo man sich vor zehn Jahren noch sicher war, alles aus eigener Kraft heraus bewältigen zu können, sind starke Netze entstanden. „Stiftungstage“, bei denen die Stiftungen einer Region sich einander treffen, zeigen den Stiftungen, wie sie voneinander lernen können.

Dass die Arbeit professioneller wird, erkennen auch Universitäten und andere Bildungsträger: Das Centrum für Soziale Investitionen und Innovationen (CSI) an der Uni Heidelberg koordiniert Lehrangebote zu sozialer Investition, Stiftungswesen und Zivilgesellschaft zwischen den Fakultäten. Das ist in dieser Form völlig neu. Auch die Universität Basel mit ihrem Lehrgang "Strategisches Stiftungsmanagement" und die Deutsche StiftungsAkademie mit ihrer Zertifikatsausbildung zum Stiftungsberater und Stiftungsmanager halten neue Angebote bereit. Denn das Stiftungswesen ist auch ein wachsender Arbeitsmarkt. Gute Stiftungen fordern indes gute Mitarbeiter. Souveränität, ethisches Grundverständnis, Rückgrat und Begeisterung für den Stiftungsgedanken lassen sich in einfachen Kursen kaum vermitteln.

Die GSSG ist stolz, zu dieser großen Stiftungsfamilie zu gehören - und Stiftungsideen zu gestalten!

 

Mehr Informationen über Stiftungen im Allgemeinen finden sich auch beim Bundesverband Deutscher Stiftungen.

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