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WHO veröffentlicht Leitlinie zu sexueller Gesundheit und sexuellen Rechten von Frauen mit HIV

21. Februar 2017: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine Leitlinie für Frauen mit HIV veröffentlicht. In rund 50 Empfehlungen fasst die WHO zusammen, wie die reproduktive und sexuelle Gesundheit von Frauen mit HIV gewahrt und deren Rechte gestärkt werden können.

HIV-positive Frauen sind laut WHO in vielen Ländern und Regionen in mehrfacher Hinsicht benachteiligt und Diskriminierungen ausgesetzt. Die Geschlechterungleichheit werde durch HIV einerseits noch forciert, andererseits sei diese auch eine Ursache für die höhere Vulnerabilität von Frauen.

Die Gleichstellung der Geschlechter und die Wahrung der Menschenrechte müssten deshalb grundlegende Prinzipien aller Angebote für Frauen mit HIV sein, so die WHO weiter. Zudem sei es wichtig, den Frauen die notwendige medizinische, soziale und rechtliche Unterstützung zukommen zu lassen, um deren Lebensqualität und Gesundheitszustand langfristig zu verbessern.

Ausgrenzung und Stigmatisierung aufgrund der HIV-Infektion, aber auch Gewalt ist leider immer noch Alltag für viele Frauen mit HIV. Die WHO empfiehlt daher, sofort Hilfe anzubieten oder in die Wege zu leiten, wenn Gesundheitspersonal von Übergriffen durch zum Beispiel Lebenspartner oder andere Familienangehörige erfährt. Das Thema Gewalt solle zudem in der Beratung und Begleitung von Frauen berücksichtigt werden, die darüber nachdächten, ihren positiven HIV-Status dem Partner gegenüber offenzulegen.

Zu den Leitlinien auf Englisch geht es hier.

Zur Meldung der Deutschen Aids-Hilfe geht es hier.

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