Meldungen 2015

Dokumentation zum 7. Fachtag Regenbogenphilanthropie veröffentlicht

21. Dezember 2015: Der 7. Fachtag Regenbogenphilanthropie beschäftigte sich im November 2015 mit dem Thema "LSBTIQ-Kinder und -Jugendliche im Globalen Süden und Osten". Jetzt ist die Dokumentation mit einer Zusammenfassung, Fotos und Vorträgen online.

ExpertInnen und Interessierte aus der internationalen Entwicklungszusammenarbeit und Menschenrechtspolitik, von Geberorganisationen, Stiftungen und Unternehmen diskutierten über die Lebenssituation von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans*, inter* und queer (LSBTIQ) lebenden Kindern und Jugendlichen. Denn noch immer werden diese stigmatisiert, pathologisiert oder zwangstherapiert. Medizinische und psychologische Hilfe ist häufig unzureichend, der Zugang zu Information und Aufklärung gering.

Zur Dokumentation geht es hier.

Broschüre zu Sexualität und Älterwerden

1. Dezember 2015: Der profamilia Bundesverband veröffentlicht die neue Broschüre "Wenn Sexualität sich verändert...". Sie richtet sich an Frauen und Männer ab ungefähr 60 Jahren. Auf körperliche Veränderungen wird ebenso eingegangen wie auf Änderungen in der Sexualität und der Paarbeziehung. Adressen und Hinweise zu weiterführenden Informationen runden das Angebot. Die Broschüre wurde komplett überarbeitet und aktualisiert. Sie steht als kostenloser Download zur Verfügung.

HIV-Prävention für Sie und Ihn - Neuer Lifeboat-Spot beantwortet Fragen zur PrEP

26. November 2015: Ob auf internationalen Konferenzen oder in der deutschen HIV-Community: Überall wird über die PrEP, also die Prä-Expositionsprophylaxe diskutiert. Nun beantwortet der neue Lifeboatfilm in rund vier Minuten die wichtigsten Fragen zu dieser Präventionsmethode – sachlich und für Laien verständlich. Der Spot erklärt die wichtigsten Fakten zu Wirkweise, Nebenwirkungen, Resistenzen und Verfügbarkeit. Animationen veranschaulichen die wissenschaftlichen und medizinischen Zusammenhänge.

Einen Wermutstropfen kann der Film nicht verschweigen: die PrEP ist bisher nur in den USA zur Prävention von HIV zugelassen. "Für Deutschland sind wir mit dem Spot unserer Zeit etwas voraus. Aber darum geht es bei Lifeboat. Um Aufklärung und darum die Dinge zu ändern – besonders für Frauen mit HIV. Wir brauchen gute Rahmenbedingungen, wenn die PrEP nach Deutschland kommt", fordert Harriet Langanke, die den Film redaktionell betreut hat.

Zum Film "HIV-Prävention für Sie und Ihn - Fragen und Antworten zur PrEP" geht es hier.

Mehr Informationen zu "Lifeboat Deutschland" gibt es hier.

Erste Ergebnisse der BZgA-Studie "Jugend­sexualität 2015"

12. November 2015: Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat die ersten Ergebnisse der Studie "Jugendsexualität 2015" veröffentlicht. Danach haben  haben 90 Prozent der jungen Frauen deutscher Herkunft das "erste Mal" im Alter von 19 Jahren erlebt. 70 Prozent der jungen Frauen mit Mitgrationshintergrund sind im Alter von 21 Jahren sexuell aktiv geworden. Für junge Männer gilt dies erst zwei bzw. drei Jahre später. Die Studie hat auch das Verhütungsverhalten untersucht. Demnach haben beim "ersten Mal" 94 Prozent der Jungen und 98 Prozent der Mädchen verhütet. 1980 waren es noch 71 Prozent der Jungen und 80 Prozent der Mädchen. Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich auch bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Hier waren es bei den Jungen 90 Prozent, im Vergleich zu 66 Prozent in 2005, bei den Mädchen stiegen die Zahlen auf 98 Prozent gegenüber 81 Prozent in 2005.

Für die Studie wurden im Frühjahr und Sommer bundeswweit 3.500 Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren und 2.250 junge Erwachsene im Alter von 18 bis 25 Jahren wurden zu ihrer Einstellung und ihrem Verhalten zu Fragen der Sexualität und Verhü­tung befragt. 1.750 davon mit Migrationshintergrund.

Mehr Informationen gibt es hier

Grundsatzpapier zur Sexualpädagogik veröffentlicht

10. November 2015: Die Arbeitsgemeinschaft (AG) Aids-Prävention Nordrhein-Westfalen (NRW) hat das Grundsatzpapier "Sexualpädagogik als Grundlage einer zukunftsorientierten HIV-Prävention in Nordrhein-Westfalen" veröffentlicht. Das Papier beschreibt Aspekte und Rahmenbedingungen für die sexualpädagogische Präventionsarbeit sowie rechtliche und fachliche Grundlagen. Es soll als Orientierungshilfe und Arbeitsgrundlage dienen.

Mehr Informationen gibt es hier

RKI veröffentlicht neue Zahlen zu HIV/Aids

9. November 2015: Laut Schätzungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) lebten 83.400 Menschen (68.400 Männer, 15.100 Frauen) mit HIV/Aids im Jahr 2014 in Deutschland. Das RKI geht davon aus, dass davon rund 13.200 Menschen (10.900 Männer, 2.300 Frauen) nichts von ihrer Infektion wissen. Hauptübertragungsweg in Deutschland ist nach wie vor Männer, die Sex mit Männer haben (MSM), gefolgt von heterosexuellen Kontakten. Schätzungsweise 3.200 Menschen (2.700 Männer, 460 Frauen) haben sich 2014 neu infiziert. 3.700 Personen haben 2014 die Diagnose HIV erhalten.

Mehr Informationen des RKI zu HIV/Aids gibt es hier

BZgA-Kampagne zum Welt-Aids-Tag 2015 mit neuen Motiven

22. Oktober 2015: Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) präsentiert neue Motive für die Kampagne "positiv zusammen leben" zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember 2015. Über Fragen und Antworten sollen die Plakatmotive zum Nachdenken anregen: Wie reagierst du, wenn die Erzieherin deines Kindes in der Kita HIV-positiv ist? Auf diese Weise werden unbegründete Ängste vor einer HIV-Übertragung angesprochen. Ergänzende Informationen sollen helfen, diese Ängste zu überwinden. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe erklärt: "Es ist höchste Zeit, dass Vorurteile und unbegründete Ängste im Umgang mit HIV-positiven Menschen der Vergangenheit angehören."

"In Deutschland leben mehr als 80.000 Menschen mit HIV/Aids. Sie können in jedem Beruf arbeiten und ihre Freizeit gestalten, wie andere auch. Man kann also heute in der Regel mit HIV gut leben - aber nicht mit Diskriminierung, die leider noch immer vorkommt", so Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA. Auf der Website www.welt-aids-tag.de gibt es neben vielen Informationen zahlreiche Aktionsmaterialien wie Flyer, Plakate, Anzeigen und Webbanner zum kostenlosen Download. Erstmals wurde über die sozialen Medien dazu aufgerufen, eigene Fragen an HIV-positive Menschen zu stellen, die in einem Clip beantwortet werden. Den Spot gibt es ab dem 1. Dezember online zu sehen.

Zur Pressemitteilung geht es hier.

Cover der neuen WHO-Richtlinien zum Start der HIV-Therapie und zur PrEPCover der neuen WHO-Richtlinien zum Start der HIV-Therapie und zur PrEP

Neue WHO-Richtlinien zu HIV-Therapie und PrEP

30. September 2015: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stellt ihre neuen Richtlinien zum Start einer HIV-Therapie und zur Prä-Expositionsprophylaxe (PrEP) vor. Demnach sollten alle Menschen mit HIV, sobald wie möglich nach der Diagnose mit einer HIV-Therapie starten. Damit erhöht sich die Zahl der HIV-positiven Menschen, die momentan weltweit für eine HIV-Therapie in Frage kommen, von 27 Millionen auf 38 Millionen.

Für Menschen, die mit einem "erheblichen" Risiko leben, sich mit HIV zu infizieren, empfiehlt die WHO die PrEP, also die vorbeugende Einnahme antiretroviraler Medikamente. Die PrEP sollte als zusätzliche Präventionsmethode angeboten werden, schreibt die WHO in den Richtlinien. Darüber hinaus macht die WHO deutlich, dass für eine erfolgreiche HIV-Therapie und PrEP, Menschen mit HIV Unterstützung und Betreuung brauchen.

Zu den Richtlinien auf Englisch geht es hier.

Zur Meldung der WHO auf Englisch geht es hier.

"Vergissmeinnicht" - Neue App zu Verhütung und Verhütungs­pannen

25. September 2015: Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat in Kooperation mit der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) und dem pro familia Bundesverband die App "Vergissmeinnicht" entwickelt. Die kostenlose App erinnert rechtzeitig und diskret an die nächste Pilleneinnahme und gibt Hinweise, was bei einer Verhütungspanne getan werden kann. Die App gibt es als Download unter www.bzga.de/vergissmeinnicht.

Richtig angewendet schützt die Pille sehr sicher vor einer ungewollten Schwangerschaft - aber es gibt auch Verhütungspannen. „Das Vergessen der ‚Pille‘ kann Frauen und Paare in eine schwierige Situation bringen, weil sie sich eventuell um eine Notfallverhütung kümmern müssen. Umso wichtiger ist es, Frauen Unterstützung bei der regelmäßigen Einnahme anzubieten“, sagt Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Zur gesamten Pressemitteilung geht es hier.

BZgA startet Modellprojekt zu Aufklärung in Schulen

16. September 2015: Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) startet zusammen mit der Ärztlichen Gesellschaft zur Gesundheitsförderung (ÄGGF) das Modellprojekt „Ungeplant schwanger – wie geht es weiter?“ Mädchen sollen dadurch bei Präventionsveranstaltungen Informationen und Handlungsstrategien im Falle einer Schwangerschaft erhalten. Dazu gehen die Ärztinnen direkt in die Schulen.

„Für mehr als zwei Drittel der 14- bis 17-jährigen Mädchen wäre eine Schwangerschaft im Teenageralter eine Katastrophe, wie Ergebnisse unserer Studien zeigen“, betont Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA. „Jungen und Mädchen verhüten zunehmend sorgfältig. Eine Schwangerschaft ist häufig das Ergebnis einer fehlerhaften Anwendung von Verhütungsmitteln oder auch mangelnden Wissens.“

Zur Pressemitteilung der BZgA geht es hier.

G-BA plant Änderungen im Mutterpass

20. August 2015: Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat beschlossen, die Richtlinien über die ärztliche Betreuung während der Schwangerschaft und nach der Entbindung ("Mutterschafts-Richtlinien") zu ändern. Bisher wird nur die Beratung zum HIV-Antikörpertest im Mutterpass dokumentiert. Künftig soll auch vermerkt werden, ob der Test auch durchgeführt wurde.

Das Ergebnis des Tests soll weiterhin nicht im Mutterpass festgehalten werden. Denn der G-BA weiß, dass Informationen aus dem Mutterpass in falsche Hände geraten können. Der Beschluss muss noch vom Bundesgesundheitsministerium geprüft werden und tritt erst nach der Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft.

Die GSSG fürchtet, dass die neue Regelung den Druck auf die Schwangeren erhöht, sich testen zu lassen. „Eine gute Beratung zum HIV-Test ist immer wichtig, denn eine HIV-Diagnose ist immer noch ein gravierender Einschnitt. Jede Frau muss frei entscheiden können, ob sie sich testen lassen will oder nicht. Bürgerrechte gelten für Frauen, ob sie schwanger sind oder nicht“, sagt GSSG-Stifterin Harriet Langanke, die seit 2006 ein Projekt für Familien mit HIV in Deutschland leitet. „Statt werdende Mütter unter Druck zu setzen, sollte die HIV-Beratung auch den werdenden Vätern angeboten werden – denn in den meisten Fällen infizieren sich Frauen über ihre Partner mit HIV.“  Mehr zu "Lifeboat Deutschland", dem Medienprojekt von und für Familien mit HIV, finden Sie hier.

Zum Beschluss des G-BA geht es hier.

Amnesty International spricht sich für die Rechte von SexarbeiterInnen aus

11. August 2015: Der weltweite Delegiertenrat von Amnesty International bezieht in einer Resolution Stellung zur Sexarbeit. Die Menschenrechtsorganisation setzt sich damit für eine "Entkriminalisierung einvernehmlicher sexueller Beziehungen zwischen Erwachsenen ein", erklärt Selmin Çalişkan, Generalsekretärin von Amnesty International in Deutschland in einer Pressemitteilung.

Unterstützung findet Amnesty International unter anderem bei der Elton John AIDS Foundation und dem Global Network of Sex Work Projects. Auch deutsche Organisationen wie der Berufsverband für erotische und sexuelle Dienstleistungen und die GSSG begrüßen das Votum.

Die Resolution von Amnesty International gibt es hier. Eine Videobotschaft gibt es hier.

RKI veröffentlicht Zahlen zu HIV-Neuinfektionen 2014

6. Juli 2015: Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat im Epidemiologischen Bulletin die Zahlen für die HIV-Neudiagnosen in 2014 veröffentlicht. Demnach wurden 2014 insgesamt 3.525 HIV-Neudiagnosen in Deutschland gestellt. Dies bedeutet eine Zunahme der Neudiagnosen um 237 Fälle gegenüber 2013. Rund 81 Prozent (2.864 Fälle) der Neudiagnosen entfielen auf Männer. Knapp 19 Prozent (659 Fälle) der HIV-Neudiagnosen erhielten Frauen. Gegenüber 2013 stieg damit die Zahl der Neudiagnosen bei Frauen um 11 Prozent. Der Altersduchschnitt der neu diagnostizierten Frauen lag bei 34 Jahren. Bei Männern waren es 37 Jahre. 22 Prozent der Neudiagnosen 2014 lassen sich auf einen heterosexuellen Übertragungsweg zurückführen. Bei 25 Kindern bis 14 Jahre wurde eine HIV-Infektion diagnostiziert, die wahrscheinlich auf eine Mutter-Kind-Übertragung zurückzuführen ist. Neun der betroffenen Kinder wurden zwischen 2006 und 2014 in Deutschland geboren.

Zum Epidemiologischen Bulletin geht es hier.

Bei der Preisverleihung: DHIVA-Ressortleiterinnen Tanja Wolf und Ulrike Sonnenberg-Schwan mit Chefredakteurin Harriet Langanke und Laudatorin Elisabeth Pott (1. Reihe von links nach rechts) (Foto: Paul Esser)Bei der Preisverleihung: DHIVA-Ressortleiterinnen Tanja Wolf und Ulrike Sonnenberg-Schwan mit Chefredakteurin Harriet Langanke und Laudatorin Elisabeth Pott (1. Reihe von links nach rechts) (Foto: Paul Esser)

DHIVA erhält Sonderehrung beim Medienpreis der Deutschen Aids-Stiftung

24. Juni 2015: Die DHIVA, das Magazin für Frauen zu Sexualität und Gesundheit, erhielt für ihr langjähriges Engagement und 20 Jahre Berichterstattung zu HIV/Aids eine Sonderehrung beim Medienpreis 2013/2014 der Deutschen Aids-Stiftung. DHIVA-Chefredakteurin Harriet Langanke nahm die Auszeichnung zusammen mit den Ressortleiterinnen Tanja Wolf und Ulrike Sonnenberg-Schwan entgegen.

Die Deutsche Aids-Stiftung verlieh den Medienpreis HIV/Aids  bereits zum 20. Mal. Die Preisverleihung für insgesamt sechs Beiträge aus Hörfunk, Print- und Onlinemedien fand während der Eröffnungsveranstaltung des Deutsch-Österreichischen Aids-Kongresses statt. Die Laudatio auf die PreisträgerInnen hielt die Vorstandsvorsitzende der Deutschen Aids-Stiftung Elisabeth Pott. "Seit den Anfängen ist uns ein Aspekt bei der Bewertung der Beiträge besonders wichtig: Eine Haltung gegenüber Menschen mit HIV und Aids, die in der Öffentlichkeit zu Akzeptanz und Verständnis beiträgt und das Leben infizierter Menschen vorurteilsfrei darstellt," so Pott in ihrer Rede.

Mehr zur Verleihung des Medienpreises 2013/2014 gibt es hier.

BZgA veröffentlicht neues Merkblatt zum Umgang mit Antibiotika

5. Juni 2015: Infektionen, die durch Bakterien verursacht werden, werden häufig mit Antibiotika behandelt. Auch sexuell übertragbare Infektionen (STI) wie Chlamydien oder Gonokokken-Infektionen (Gonorrhoe, Tripper) werden mit Antibiotika therapiert. Doch die Anzahl der widerstandsfähigen („resistenten“) Bakterien nimmt weltweit zu. Antibiotika verlieren somit ihre Wirksamkeit gegen bakterielle Infektionen. Gründe dafür sind auch die unnötige oder falsche Einnahme von Antibiotika sowie das vorzeitige Abbrechen der Therapie.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat jetzt ein neues Merkblatt zum richtigen Gebrauch von Antibiotika veröffentlicht. Das Merkblatt liefert neben allgemeinen Informationen über Antibiotikaresistenzen auch einfache Empfehlungen zum richtigen Umgang mit Antibiotika-Arzneien. Das einseitige Merkblatt ist unter www.bzga.de/antibiotika als PDF-Download erhältlich.

Weitere Informationen zum richtigen Umgang mit Antibiotika und zu Antibiotikaresistenzen stehen auf den BZgA-Portalen www.frauengesundheitsportal.de und www.maennergesundheitsportal.de.

Zur Pressemitteilung der BZgA geht es hier.

Studie belegt: Gewalt wird als Ursache für Erkrankungen oft nicht erkannt

3. Juni 2015: Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter (MGEPA) des Landes Nordrhein-Westfalen stellt die Ergebnisse des Projekts "Gender Gewaltkonzept" vor. Danach leiden sowohl Frauen als auch Männer, die Opfer von Gewalt wurden, öfter und stärker unter gesundheitlichen Beeinträchtigungen als Nicht-Betroffene, vor allem hinsichtlich psychischer Erkrankungen. Doch Gewalterfahrungen werden als Auslöser für gesundheitliche Beeinträchtigung noch immer viel zu selten erkannt. „Die Ergebnisse des Projekts sind wegweisend. Sie zeigen wie wichtig es ist, dass Ärztinnen und Ärzte Gewalt als Ursache für gesundheitliche Beeinträchtigungen erkennen und ihnen dabei die unterschiedlichen Auswirkungen bei Frauen und Männern bekannt sind“, erklärt Ministerin Barbara Steffens.

Für das Projekt der Uniklinik Aachen und der Aachener Beratungsstelle „Frauen helfen Frauen“ wurden 5.000 PatientInnen befragt. 43 Prozent der weiblichen und 38 Prozent der männlichen Befragten gaben an, körperliche und/oder psychische, sexuelle oder wirtschaftliche Gewalt erlebt zu haben. Dabei sind Frauen häufiger von häuslicher und sexualisierter Gewalt sowie fortgesetzter Gewalt in Paarbeziehungen betroffen. Die gesundheitlichen Folgen Gewalt können vielfältig sein. So reagieren betroffene Frauen häufig mit Depressionen, Schlafstörungen oder Selbst­verletzungen. Männer zeigen mehr körperliche Verletzungen, Suchtmittelmissbrauch (Nikotin, Alkohol, Drogen) oder ein riskantes Sexualverhalten. Je nach Ausmaß der Erfahrungen leiden die Betroffenen an posttraumatischen Belastungsstörungen, sexuellen Störungen, Suizidgefahr sowie Haut- und Atemwegserkrankungen.

Zur gesamten Pressemitteilung des MGEPA geht es hier.

Ausführliche Informationen zu dem Projekt gibt es hier.

RKI veröffentlicht Studienergebnisse zu IDU

1. Juni 2015: Das Robert-Koch-Institut hat die Ergebnisse der sogenannten Druck-Studie zu HIV, Hepatitis B und C bei injizierenden DrogengebraucherInnen (IDU) in Deutschland veröffentlicht. Ziel der Druck-Studie (Drogen und chronische Infektionskrankheiten in Deutsch­land) war es, die Verbreitung von Hepatitis B (HBV), Hepatitis C (HCV) und HIV sowie Ko-Infektionen bei IDU festzustellen. Weiterhin sollten Einflussfaktoren für die Übertragung von HBV, HCV und HIV sowie Wissenslücken in Bezug auf  Präventionsmaßnahmen bestimmt werden. An der Studie nahmen über 2.000 Personen aus acht Städten teil.

Einige zentrale Ergebnisse waren:

  • hohe Prävalenzen von HCV-Infektionen unter den TeilnehmerInnen
  • teilweise nicht bekannte HIV-Infektionen unter den TeilnehmerInnen
  • niedrige Impfprävalenzen bei HBV
  • häufige Inhaftierungen erschweren Präventionsmaßnahmen
  • Zugang zu Therapien (HCV, HIV) ist häufig unzureichend
  • trotz hoher Testraten (HCV, HIV) ist der eigene Infektionsstatus häufig nicht bekannt
  • Unsafe Use, bspw. das Teilen von Drogenbestecken ist weit verbreitet
  • hohe Akzeptanz von niedrigschwelligen, gezielten Kurzberatungen

Zur gesamten Studie geht es hier.

Internationaler Aktionstag fordert sexuelle und reproduktive Rechte für Frauen

28. Mai 2015: Der Internationale Aktionstag Frauengesundheit fordert unter dem Motto "Our Health, our Rights, our Lives" sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte (SRHR) für Frauen. Gleichzeitig macht der Aktionstag auf Formen der institutionellen Gewalt gegen Frauen aufmerksam. Denn weltweit wird Frauen noch immer der Zugang zu Angeboten der sexuellen und reproduktiven Gesundheit häufig verwehrt. Beispiele dafür sind die Kriminalisierung von Abtreibungen, die Verweigerung von Kontrazeptiva oder auch erzwungene Sterilisationen. Betroffen sind vor allem Frauen in besonderen Lebenslagen. Dazu gehören Armut, Behinderung, HIV-Infketionen, sexuelle Orientierung. Aber auch junge und unverheiratete Frauen sind häufig betroffen.

Seit 1987 setzt sich der Internationale Aktionstag Frauengesundheit (engl.: International Day of Action for Women’s Health) für SRHR von Frauen ein. Mehr zum Aktionstag gibt es hier.

Die PreisträgerInnen des Sirius 2015 (Foto: BZgA)Die PreisträgerInnen des Sirius 2015 (Foto: BZgA)

Sirius2015: PreisträgerInnen ausgezeichnet

5. Mai 2015: In Berlin sind insgesamt zehn Projekte mit dem Sirius2015, der Preis des Bundeswettbewerbs zur HIV/STI-Prävention, ausgezeichnet worden. Die PreisträgerInnen wurden damit für ihre besonders innovativen und erfolgversprechende Präventionsansätze zu HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI) geehrt. Die GSSG gratuliert insbesondere Nicholas Feustel, der mit zwei Kollegen den Sirius-Preis für das Projekt "Hein & Fietes STI Studio – Visuelle Aufklärung und Prävention" erhielt. Feustel, Geschäftsführer von georgetown media, engagiert sich gemeinsam mit GSSG-Geschäftsführerin Harriet Langanke bei der Global Advocacy for HIV Prevention (AVAC).

Anlässlich der Preisverleihung erklärt Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: "Deutschland gehört heute zu den Ländern mit den niedrigsten HIV-Neuinfektionsraten in Europa. Das ist auch Ergebnis der guten Präventionsarbeit. Diesen Weg müssen wir fortsetzen. Es geht darum durch Information und Aufklärung weiter daran zu arbeiten, die Neuinfektionsrate von HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen zu senken. Die heute ausgezeichneten Projekte leisten dazu mit Ideenreichtum, Fachwissen und großem Engagement einen wertvollen Beitrag."

Der Sirius2015 ist ein gemeinsames Projekt des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zusammen mit dem Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV).

Die Pressemitteilung der BZgA gibt es hier

Ministerin zieht positive Bilanz zur vertraulichen Geburt

29. April 2015: Nach einem Jahr zieht Manuela Schwesig, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, eine positive Bilanz zum Angebot der vertraulichen Geburt und zum Hilfetelefon "Schwangere in Not". "Keine schwangere Frau muss in Deutschland ihr Kind allein und heimlich zur Welt bringen. Die vertrauliche Geburt hilft Schwangeren in Not. Jede Frau hat das Recht bei den Schwangerschaftsberatungsstellen anonym und beschützt Hilfe zu suchen", sagt Schwesig.

Am 1. Mai 2014 trat das "Gesetz zum Ausbau der Hilfen und zur Regelung der vertraulichen Geburt" in Kraft. Bisher haben 95 Frauen die Möglichkeit der vertraulichen Geburt in Anspruch genommen. Über das Hilfetelefon wurden seit Mai 2014 4.200 Beratungsgespräche geführt. Das Ministerium möchte die Angebote zur Schwangerschaftsberatung jetzt noch stärker bekannt machen.

Mehr Informationen hier.

bufas verdeutlicht Stellungnahme zur geplanten Verschärfung des Prostituiertenschutzgesetz

21. April 2015: De Spiegel berichtete in seiner Online-Ausgabe am 11. April über Pläne der Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig einige Punkte des Prostituiertenschutzgesetzes (ProstSchG) noch mehr als bisher bekannt, zu verschärfen. Darauf reagiert das Bündnis der Fachberatungsstellen für Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter (bufas) mit einer weiteren Stellungnahme. Der bufas fordert erneut die entsprechenden Regierungsstellen auf, in eine offene Diskussion mit SexarbeiterInnen, Fachberatungsstellen und weiteren FachexpertInnen zum Thema Sexarbeit zu treten.

Zur Stellungnahme geht es hier.

2. DSTIG-Fachtag "Sexuelle Gesundheit": Internationale Forschung Sexarbeit und zu STI

20. April 2015: Bereits zum zweiten Mal lädt die Deutsche STI-Gesellschaft (DSTIG) zum "Fachtag Sexuelle Gesundheit: Forschung zu Sexarbeit und STI-Forschung". Nach dem großen Erfolg in 2013 sind in diesem Jahr auch europäische ExpertInnen im Programm vertreten. Aus diesem Grund findet der Fachtag teilweise auf Englisch statt. Ziel ist es, die STI-Forschung und die Forschung zu Sexarbeit miteinander zu verknüpfen und ExpertInnen aus ihren jeweiligen Themengebieten miteinander ins Gespräch zu bringen.

Die Fachveranstaltung zu Sexarbeit und zu sexuell übertragbaren Infektionen (STI) findet von Freitag, den 13. bis Samstag, den 14. November 2015 in Köln statt. Die DSTIG richtet die Veranstaltung in Kooperation u.a. mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der Gemeinnützigen Stiftung Sexualität und Gesundheit (GSSG) aus.

Die Anmeldung ist ab jetzt hier möglich.

Mehr Informationen und das ausführliche Programm gibt es hier.

Neue Motive für "Mach's mit"

9. April 2015: Die Präventionskampagne "Mach's mit" der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zeigt sich mit neuen Motiven. Ein neuer Schwerpunkt der Kampagne ist das Gespräch mit dem Partner bzw. der Partnerin über eine diagnostizierte sexuell übertragbare Infektion (STI). "Die Ergebnisse unserer repräsentativen Untersuchung zeigen, dass die Menschen gestärkt und ermutigt werden müssen, über sexuell übertragbare Infektionen zu sprechen", betont Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA. "Deshalb hat die BZgA diese neue Motivstaffel entwickelt, um das Thema, das nach wie vor mit Unsicherheiten und Tabus behaftet ist, öffentlich zu machen und Menschen in ihrer Kommunikationsfähigkeit zu unterstützen." Daneben motiviert die Kampagne auch weiterhin, Kondome zu nutzen.

Alles Kampagnenmotive gibt es hier.

Neue App klärt Migrantinnen in der Prostitution zu Gesundheit auf

16. März 2015: In Bochum wurde die neue Smartphone-App „Lola-nrw“ vorgestellt. Die App soll vor allem Migrantinnen in der Sexarbeit aufklären und ihnen wichtige Informationen rund um Gesundheit und Untersützungsangebote bieten. „Prostitution kann man nicht verbieten. Aber wir können Sexarbeiterinnen Informationen anbieten und den Weg zu Beratungs- und Hilfeeinrichtungen zeigen“, erklärte Barabara Steffens, Gesundheits- und Emanzipationsministerin in NRW.

"Lola-nrw" ist in den Sprachen rumänisch, bulgarisch, türkisch, englisch und deutsch verfügbar. Kurze Videos informieren über sicheres Arbeiten in der Prostitution und den Schutz der eigenen Gesundheit. Nutzerinnen finden auch Informationen zu Beratungsstellen für Sexarbeiterinnen in NRW. Zusätzlich bietet die App ein Navigationssystem zu wichtigen Adressen wie beispielsweise Polizei oder Beratungseinrichtungen. „Viele dieser Frauen haben Gesundheitsprobleme, keinen Zugang zu medizinischer Versorgung, sprechen kaum Deutsch und sind über bestehende Beratungsangebote nicht zu erreichen. Die meisten von ihnen nutzen jedoch intensiv internetfähige Handys. Deshalb ist die mehrsprachige App ein passgenaues Angebot, das für die Frauen jederzeit verfügbar ist und ihre Anonymität wahrt", so Steffens.

Das Projekt wurde von dem Verein Madonna entwickelt und durch das Land NRW finanziell unterstützt. Die nächsten Schritte sind unter anderem ein mehrsprachiger Beratungs-Chat, ein Notruf-Button, Videos etwa zu den Themen Schwangerschaftskonflikte und Schutz vor Gewalt sowie das Einpflegen weiterer Adressen.

Zur offiziellen Pressemitteilung geht es hier

 

Pille danach auch in Deutschland rezeptfrei erhältlich

15. März 2015: Die Pille danach ist seit heute rezeptfrei in Apotheken erhältlich. Mit dieser neuen Regelung wird es für Frauen künftig deutlich leichter, die Pille danach mit möglichst wenig Zeitverzögerung einnehmen zu können. Für Frauen unter 20 Jahren übernehmen die Krankenkassen die Kosten der Pille danach, wenn sie ein Rezept vorlegen. Alle anderen erhalten die Pille nach Beratung gegen Barzahlung in der Apotheke.

Die Bundesapothekerkammer hat zur Pille danach Handlungsanweisungen zur Beratung in Apotheken mit dem  Bundesgesundheitsministerium, den FrauenärztInnen und anderen Beteiligten abgestimmt. Empfohlen wird darin, die Pille danach nur an die betroffene Frau persönlich abzugeben, aber im Regelfall nicht an einen Boten. Eine Abgabe „auf Vorrat“ ist nicht vorgesehen. Im Einzelfall soll der Frau ein Arztbesuch empfohlen werden.

Mehr zur Pille danach gibt es hier

DSTIG veröffentlicht Positionspapier zum Prostituiertenschutzgesetz

11. März 2015: Die Deutsche STI-Gesellschaft (DSTIG) hat ein Positionspapier zum Stand des Prostituiertenschutzgesetzes verabschiedet. Das Papier wurde von der Arbeitsgruppe (AG) Sexarbeit innerhalb der DSTIG-Sektion Sexuelle Gesundheit erarbeitet. Damit reagiert die DSTIG auf die Pläne der Regierungskoalition zu einem Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG). In dem Positionspapier spricht sich die DSTIG:

  • für freiwillige und qualifizierte Beratung, aber gegen eine gesundheitliche Pflichtberatung aus.
  • gegen eine Verknüpfung von Beratung und Registrierung aus.
  • für ein intensives Werben für den Gebrauch von Kondomen sowie Safer-Sex-Praktiken und gegen eine gesetzliche Kondompflicht aus.
  • für flächendeckende, qualifizierte Angebote zur gesundheitlichen Beratung und ärztlichen Versorgung von SexarbeiterInnen aus.
  • für die Stärkung der Rechte und der Rolle von SexarbeiterInnen aus.

Das Dokument gibt es zum Download hier.

bufas bezieht Stellung zum geplanten Prostituiertenschutzgesetz

3. März 2015: Das Bündnis der Fachberatungsstellen für Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter (bufas) bezieht Stellung zum „Eckpunktepapier eines Gesetzes zum Schutz der in der Prostitution Tätigen (Prostituiertenschutzgesetz, ProstSchG)“ der Regierungskoalition. In dem Dokument hatten sich die Regierungsparteien am 2. Februar 2015 unter anderem auf eine Anmelde- und Kondompflicht in der Sexarbeit geeinigt. Das bufas kritisiert in seiner Stellungnahme das Eckpunktepapier und fordert "mit allen Beteiligten, Sexarbeiter_innen, Fachberatungsstellen, Expert_innen, Arbeitgeber_innen, in die Diskussion zu treten und wirkliche Alternativen zu erarbeiten."

Zur Stellungnahme des bufas geht es hier.

GSSG unterstützt Bundestagspetition für kostenfreie Verhütungsmittel

3. März 2015: Menschen mit geringem Einkommen können sich Verhütung oft nicht leisten. pro familia fordert deshalb, dass die Kosten von Verhütungsmitteln für Menschen, die wenig Geld haben, übernommen werden. „Wir brauchen eine bundesweite dauerhafte Lösung für Menschen, die die Kosten für Verhütung nicht aus eigenen Mitteln bestreiten können. Denn jeder Mensch hat das Recht, unabhängig von seinem sozialen Status, die Verhütungsmethode zu wählen, die für ihn gesundheitlich verträglich ist und größtmögliche Sicherheit bietet,“ sagt Daphne Hahn, Bundesvorsitzende von pro familia.

Bis 2004 gab es im Sozialgesetz eine sogenannte „Hilfe zur Familienplanung“. Das Sozialamt übernahm die Kosten für Verhütungsmittel, die der Arzt oder die Ärztin verschrieb. Durch die Hartz-IV-Gesetzgebung ist diese Möglichkeit weggefallen. Die Gemeinnützige Stiftung Sexualität und Gesundheit unterstützt daher die öffentliche Bundestagspetition der pro familia und die Forderung nach einer Gesetzesänderung.

Zu mehr Informationen und zur Petition geht es hier.

Sendung zu Sexarbeit im Radio

2. März 2015: Das Deutschlandradio Kultur bringt in der Sendung "Zeitfragen" um 19.30 Uhr einen Beitrag zu Sexarbeit. Unter dem Titel "Probleme mit dem geregelten Verkehr - Über Sexarbeit, Recht und Moral" spricht Moderator Heiner Dahl unter anderem mit GSSG-Stifterin Harriet Langanke, Claudia Zimmermann-Schwartz, Abteilungsleiterin im Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter (MGEPA) Nordrhein-Westfalen und SexarbeiterInnen zu Recht und Moral in der Sexarbeit.

Zur Sendung geht es hier.

Gratulation für DSTIG-Präsident

18. Februar 2015: Die GSSG gratuliert dem Präsidenten der Deutschen STI-Gesellschaft (DSTIG), Norbert H. Brockmeyer, zur Auszeichnung durch den Bundespräsidenten. Gestern erhielt Brockmeyer, der als Mediziner das Zentrum für Sexuelle Gesundheit und Medizin der Ruhr-Universität Bochum leitet, das Bundesverdienstkreuz. Geehrt wurde er für seine langjährigen ehrenamtlichen und beruflichen Verdienste in der Forschung und für eine patientengerechte Versorgung bei HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI). Mehr zu Brockmeyers Verdiensten beim WDR und in der Pressemitteilung der DSTIG hier.

"Pflege deinen Schwanz" geht mit neuer Webseite online

11. Februar 2015: Das Männerprojekt "Pflege deinen Schwanz" geht mit einer überarbeiteten Webseite online. Das Projekt richtet sich an Männer und informiert zu sexueller Gesundheit. Von Orgasmus, über Hygienetipps und STI bis zu Beziehung und Verhaltensregeln für Freier findet man(n) alles, was rund um sexuelle Gesundheit interessiert. Ein Newsletter rundet das Angebot ab. Bereits seit sieben Jahren ist das Online-Angebot der Aids-Hilfe Dresden und der Beratungsstelle für Aids und sexuell übertragbare Infketionen (STI) des Gesundheitsamtes Dresden erfolgreich aktiv.

Zur Webseite "Pflege deinen Schwanz" geht es hier.

Zur Meldung der Aids-Hilfe Dresden geht es hier.

Neuer Lifeboat-Film klärt zum Umgang mit HIV-PatientInnen auf

29. Januar 2015: Der neue Lifeboat-Film "Meine Patientin, HIV und ich" beantwortet jetzt die wichtigsten Fragen rund um HIV in Klinik und Praxis. Das Multimedia-Projekt "Lifeboat Deutschland Dock 2" richtet sich mit seinem neusten Kurzfilm gezielt an medizinisches Fachpersonal. Denn gerade in der medizinischen Behandlung kann der offene Umgang mit der HIV-Infektion entscheidend sein. Dafür müssen HIV-positive PatientInnen aber Vertrauen in ihre ÄrztInnen haben und sich respektiert fühlen.

In rund fünf Minuten beantwortet der Film die häufigsten Fragen rund um HIV im Praxisalltag. Die Themen reichen von der Frage, ob PatientInnen mit HIV immer den letzten Termin bekommen sollten, über die Isolation von HIV-PatientInnen bis zum HIV-Vermerk im Mutterpass und den Datenschutz. Die Aufklärungsarbeit ist nötig, denn noch immer werden in Deutschland PatientInnen mit HIV im Medizinbetrieb diskriminiert. "Je besser Ärzteschaft, Pflegepersonal und Hebammen zu HIV aufgeklärt sind, desto besser können sie mit HIV-PatientInnen umgehen", weiß Harriet Langanke, Projektleiterin von "Lifeboat Deutschland".

Zum Film "Meine Patientin, HIV und ich" geht es hier.

Mehr Informationen zu "Lifeboat Deutschland" gibt es hier.

Heidrun Thaiss ist neue Leiterin der BZgA

28. Januar 2015: Heidrun Thaiss übernimmt zum 1. Februar 2015 die Leitung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). In einer Feierstunde in Köln wurde sie in ihr neues Amt eingeführt. Gleichzeitig erfolgte die Verabschiedung der bisherigen Amtsinhaberin Elisabeth Pott. Pott war seit 1985 Direktorin der BZgA.

„Ich freue mich auf meine neuen Aufgaben in der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung“, sagte Thaiss. „Als Leiterin der BZgA will ich die gesundheitliche Aufklärung weiter ausbauen und somit die Gesundheitsvorsorge bundesweit stärken.“ Anlässlich ihrer Verabschiedung erklärte Elisabeth Pott: „Ich bin sehr dankbar, dass ich in den vergangenen dreißig Jahren die Prävention in Deutschland entscheidend mit vorantreiben konnte." Die GSSG dankt Elisabeth Pott für die gute Zusammenarbeit über die vielen Jahre.

Zur offiziellen Pressemitteilung der BZgA geht es hier.

Bericht zur weltweiten Situation von Frauen mit HIV veröffentlicht

20. Januar 2015: Mehrere internationale Nichtregierungsorganisationen wie Salamander Trust und Athena haben eine Studie zur weltweiten Situation von Frauen mit HIV veröffentlicht. Der Bericht "Building a safe house on firm ground" (dt. "Ein sicheres Haus auf festem Boden bauen") widmet sich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit sowie der rechtlichen Situation von Frauen mit HIV. Für die Studie wurden die Antworten von 832 Frauen im Alter von 15 bis 72 Jahren aus 94 Ländern (unter anderem Deutschland) ausgewertet, die 2014 an einer Online-Befragung teilgenommen haben.  Die Ergebnisse wurden der Weltgesundheitsorganisation (WHO) präsentiert und sollen in die Überarbeitung der entsprechenden WHO-Leitlinie einfließen.

Die Studie gibt es auf Englisch hier.

 

Dokumentationen zu STI-Kongress und Freier-Fachtagung veröffentlicht

9. Januar 2015: Die Deutsche STI-Gesellschaft (DSTIG) hat die Dokumentationen zum STI-Kongress und zur Freier-Fachtagung veröffentlicht. Der STI-Kongress fand vom 19. bis 21. Juni 2014 in Berlin unter dem Motto "Sexuelle Gesundheit - Gemeinsam gestalten" statt. GSSG-Gründerin Harriet Langanke hat die Zusammenfassung und Auswertung des Kongresses verfasst. Zur Dokumentation geht es hier.

Am 18. Juli 2014 trafen sich in Köln Expertinnen und Experten zur Fachtagung "FRISCH, FROMM, FRÖHLICH, FREIer - Was haben Prostitutionskunden mit sexueller Gesundheit zu tun?" Die Veranstaltung fand in Kooperation der DSTIG mit der Gemeinnützigen Stiftung Sexualität und Gesundheit (GSSG) statt. Zur Dokumentation geht es hier.


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Europäische Kommission hebt Rezeptpflicht für "Pille danach" auf

7. Januar 2015: Die Europäische Kommission hebt die Rezeptpflicht für die "Pille danach" ellaOne auf. Damit folgt die Kommission einer Empfehlung der Europäischen Arzneimittelagentur (European Medicines Agency, EMA) vom November 2014. EllaOne mit dem Wirkstoff Ulipristalacetat ist bereits seit 2009 zum Verkauf in der EU zugelassen, war bisher aber nur auf Rezept erhältlich. Die Entscheidung für die rezeptfreie Zulassung der "Pille danach" gilt für alle 28 EU-Staaten. Allerdings gibt es für die einzelnen Staaten einen Spielraum, eigene nationale Regeln aufzustellen. Das Bundeministerium für Gesundheit muss jetzt prüfen, inwieweit sie den Vorgaben aus Brüssel folgt.

Zur Pressemeldung der Europäischen Kommission geht es hier.

3. Fachtag Sexuelle Gesundheit

Am 24. und 25. November 2017 ist es wieder soweit: Die Deutsche STI-Gesellschaft lädt in Kooperation mit der GSSG zu ihrem Fachtag "special" ein.

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Seminar "Wissen macht mächtig - Spaß!" abgesagt

29. Juni 2017: Das Seminar "Wissen macht mächtig - Spaß!", das am Mittwoch, den 5. Juli 2017 im Bürgerhaus Kalk in Köln stattfinden sollte, muss aus gesundheitlichen Gründen leider verschoben werden. Informationen zu einem alternativen Termin werden hier veröffentlicht.

AVAC bezieht Stellung zur US-Wahl

Nach der Präsidentenwahl in den USA sind viele Menschen besorgt, wie es mit den Rechten von Minderheiten weitergeht. Die us-amerikanische HIV-Präventions-Organisation AVAC findet klare Worte...

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Die neue DHIVA ist da!

Die DHIVA ist das Fachmagazin für Frauen zu Sexualität und Gesundheit. Es gibt sie als E-Paper hier...

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Spendenkonto für Verfassungsklage gegen das "Prostituierten-schutzgesetz" eingerichtet!

Die Zeit läuft: In 8 Monaten tritt das "Prostituierten-schutzgesetz" in Kraft! Das Gesetz ist nicht nur repressiv, es ist verfassungswidrig: Grundrechte von Sexarbeiter/innen und Betreiber/innen von Prostitutions-Etablissements werden systematisch aushebelt. Deswegen wird Dona Carmen eine Verfas-sungsklage dagegen auf den Weg bringen.

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