Meldungen 2014

BZgA stellt Ergebnisse zu Familienplanung und ungewollten Schwangerschaften im Lebenslauf von Frauen vor

30. Dezember 2014: Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat in ihrer Studie "frauen leben 3" die Familienplanung von 20- bis 44-jährigen Frauen  mit dem Schwerpunkt ungewollte Schwangerschaften und Schwangerschaftskonflikte untersucht. Laut einem ersten Zwischenfazit war jede dritte Schwangerschaft der rund 4.000 befragten Frauen unbeabsichtigt. „Die Möglichkeit, dass eine Schwangerschaft eintritt, obwohl kein Kinderwunsch besteht, kann alle sexuell aktiven Frauen treffen“, erklärt Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA. „Unbeabsichtigte Schwangerschaften lassen sich demnach nicht gänzlich vermeiden.“ Eine schwierige Partnerschftassituation ist der häufigste Grund eine Schwangerschaft abzubrechen, gefolgt von finanzieller und beruflicher Unsicherheit.

Die gesamte Studie gibt es hier.

BZgA-Studie zeigt hohen Wissensstand zu Übertragungswegen von HIV

1. Dezember 2014: Zum Welt-Aids-Tag hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) die Ergebnisse der Studie "Wissen und Einstellungen der Bevölkerung zu den Infektionsrisiken mit HIV im Alltag" in Berlin vorgestellt. Die Studie zeigt, dass die Mehrheit der Menschen in Deutschland gut über die Übertragunsgwege von HIV informiert sind. Andererseits belegen die Untersuchungsergebnisse, dass viele Menschen unsicher sind, wie sie sich gegenüber Menschen mit HIV verhalten würden. Die Unsicherheiten steigen, je mehr körperliche Kontakte in Alltagssituationen eine Rolle spielen. Dazu erklärt Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: "Viele Menschen in Deutschland wissen gut über HIV Bescheid: 99 Prozent der Bevölkerung wissen, wie HIV übertragen wird. Die aktuelle Studie der BZgA zeigt aber auch, dass es gerade im Umgang mit HIV-positiven Menschen noch immer Unsicherheiten und Ängste gibt. Deshalb ist es wichtig, die Ängste aufzugreifen und über HIV zu informieren."

Zur Studie geht es hier.

Zur Pressemitteilung der BZgA geht es hier.

Bayern startet neue Präventionskampagne

26. November 2014: Das bayrische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege startet eine neue Präventionskampagne für HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen. Die Kampagne umfasst neben einer Webseite mit Informationen zu Übertragungswegen, HIV-Tests und Beratungsstellen auch die sozialen Medien, Poster und weitere Materialien.

Zur Kampagne geht es hier.

pro familia begrüßt Rezeptfreiheit der Pille danach

26. November 2014: Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) scheint das bisher Unmögliche Wirklichkeit werden zu lassen. Sie hat sich für die Rezeptfreiheit für die Pille danach ausgesprochen. Damit wird auch in Deutschland die Pille danach rezeptfrei. „Nun gilt es, die weitere Umsetzung der rezeptfreien Vergabe der Pille danach vorzubereiten“, erklärt Daphne Hahn, Vorsitzende des profamilia Bundesverbandes. „Insbesondere muss die Frage der Kostenerstattung bei unter 20-Jährigen geklärt werden. Zurzeit übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten und dies sollte unbedingt auch für die rezeptfreie Pille danach gelten“.

Zur Pressemitteilung der profamilia geht es hier.

Zur englischen Pressemitteilung der EMA geht es hier.

Frauen forschen für Frauen: AAWS-Frauenforschungspreis 2015

22. November 2014: Der Frauenforschungspreis von All Around Women Special (AAWS) geht in die 3. Runde! Auf dem nächsten Deutsch-Österreichischen AIDS-Kongress (DÖAK), der vom 24. - 27. Juni 2015 in Düsseldorf stattfindet, wird die Sektion AAWS der Deutschen Aids-Gesellschaft (DAIG) wieder zwei mit je 1.000 Euro dotierte Preise für herausragende Arbeiten von Frauen zum Thema HIV/Aids verleihen. Die AAWS-Vorsitzenden Ulrike Sonnenberg-Schwan und Ulrike Haars rufen alle Frauen, die sich in HIV-Forschung und Praxis engagieren, sich zu beteiligen. Abstracts können bis zum 15. Februar 2015 eingereicht werden. 

Mehr Informationen hier.

Neue BZgA-Kampagne zum Welt-Aids-Tag

20. Oktober 2014: Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) stellt die neue Kampagne zum Welt-Aids-Tag 2014 vor. Mit insgesamt sechs Fragen wie „Würdest Du jemanden mit HIV küssen? Klar, wenn er mein Typ ist“ sprechen die Plakatmotive unbegründete Ängste vor einer HIV-Übertragung im Alltag an. „Unbegründete Angst vor einer Ansteckung mit dem HI-Virus in Situationen, die nicht ansteckend sind, ist oftmals Ursache für Diskriminierung“, so Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA. Die Plakatmotive werden ergänzt von einer neuen Webseite und einer verstärkten Präsenz in den sozialen Medien.

Mehr Informationen gibt es hier.

Runder Tisch Prostitution NRW rät von gesetzlichen Untersuchungen und Kondompflicht für Sexarbeiterinnen ab

8. Oktober 2014: In seinem Abschlussbericht erklärt der „Runde Tisch Prostitution NRW“ restriktive Maßnahmen wie verpflichtende gesundheitliche Untersuchungen oder eine gesetzliche Kondompflicht als ungeeignet. „Durch Stigmatisierung und Verbote werden vorhandene Probleme nicht gelöst. Notwendig ist eine sehr differenzierte Auseinandersetzung“, so Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen. Viel besser wären Angebote einer zielgruppengerechten Prävention, welche das Umfeld und die Kunden von Sexarbeiterinnen einschließen. Aufsuchende Arbeit und offene Sprechstunden von Gesundheitsämtern sind ebenfalls sehr wichtige Maßnahmen, welche Städte wie Köln bereits erfolgreich anbieten.

Eines der Haupthindernisse für eine professionelle, sich auch gesundheitlich schützende Ausübung der Prostitution liegt laut dem Abschlussbericht in der immer noch bestehenden Stigmatisierung von Sexarbeiterinnen. Dies führt zu Misstrauen gegenüber Behörden. Deshalb ist eine differenzierte öffentliche Debatte über alle Aspekte der Sexarbeit, wozu auch sexuelle Gesundheit gehört, erforderlich.

Seit Ende 2010 wurden am Runden Tisch in 14 Sitzungen über 70 Sachverständige zu Sexarbeit gehört. „Zahlreiche Mythen, Klischees und Vorurteile, die wir alle zu Prostitution im Kopf haben, stehen einer unvoreingenommenen Befassung mit der Thematik entgegen. Das wurde auch uns am Runden Tisch erst nach und nach bewusst“, berichtet die Leiterin des Runden Tisches, Claudia Zimmermann-Schwartz.

Zur offiziellen Pressemitteilung und zum Abschlussbericht geht es hier.

 

Weltweiter Zugang zu HIV-Behandlung für Frauen wird geprüft

1. Oktober 2014: Im Auftrag von UN Women wird der weltweite Zugang von Frauen mit HIV/Aids zu Behandlungsmöglichkeiten geprüft. Die Überprüfung soll Lücken und Barrieren für HIV-positive Frauen, die eine antiretrovirale Therapie brauchen, aufdecken. Die Nichtregierungsorganisationen AVAC - Global Advocacy for HIV Prevention, Athena und Salamander Trust koordinieren das Projekt.

Mehr Informationen auf Arabisch, Englisch, Französisch, Spanisch und Russisch gibt es hier.

Neue BZgA-Spots zu STI

18. September 2014: Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bringt zwei neue Kino-Spots an den Start, die in den nächsten Wochen bundesweit zu sehen sind. In den Spots werden die Symptome von sexuell übertragbaren Infektionen (STI) kreativ dargestellt. Im Spot wächst dem Mann ein Dinosaurier-Schwanz und aus dem Kopf der Frau wachsen Schneckenfühler.

 „Mit dieser Gestaltung will die BZgA sexuell übertragbare Infektionen wie Gonorrhö oder Chlamydien weiter enttabuisieren“, so Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA. „Uns ist bewusst, dass Fantasieelemente in der langjährigen „mach’s mit“-Kampagne der BZgA ein eher ungewohntes Stilmittel sind, mit denen jedoch besonders viel Aufmerksamkeit erzielt wird, wie der Pretest unter Kinobedingungen zeigt.“

Die Spots gibt es im Kino oder hier.

GSSG unterzeichnet Statement zur sexuellen Vielfalt und sexualpädagogischen Professionalität

18. September 2014: Die Gemeinnützige Stiftung Sexualität und Gesundheit (GSSG) hat das Statement der Gesellschaft für Sexualpädagogik (gsp) zu sexueller Vielfalt und sexualpädagogischen Professionalität unterzeichnet. In dem Positionspapier werden sechs Grundsätze zu sexualpädagogischer Professionalität im Umgang mit sexueller Vielfalt benannt. "In den letzten Monaten wurden in verschiedenen Medien Meinungen zur Sexualpädagogik vertreten, die nicht den fachlichen und ethischen Debatten und Auseinandersetzungen der Sexualpädagogik entsprechen", so die gsp über die Notwendigkeit des Papiers.

Das Statement gibt es in voller Länge hier.

Umfrage zur Situation von Frauen mit HIV in Deutschland

16. September 2014: Ein Forschungsprojekt des Psychologischen Instituts der FernUniversität in Hagen beschäftigt sich mit der Situation HIV-positiver Frauen in Deutschland. Neben dem Leben mit HIV, legt das Projekt einen Schwerpunkt auf die Annahme von Beratungsangeboten.

In einer Online-Umfrage werden Frauen, die mit HIV leben, zu diesem Thema befragt. Die Umfrage kann an einem selbst gewählten Ort und zu jeder Zeit bearbeitet werden, sie dauert ca. 20 – 30 Minuten. Selbstverständlich ist die Befragung anonym und vertraulich. Die Daten und Antworten werden als Gruppendaten ausgewertet und können nicht identifiziert werden.

Mit einer Teilnahme an dieser Studie tragen Sie wesentlich zu einem besseren Verständnis der Bedürfnisse HIV-positiver Frauen in Bezug auf Beratungsangebote bei. Die Ergebnisse der Umfrage werden der Deutschen Aids-Hilfe zurückgemeldet, so können die Wünsche und Bedürfnisse von Frauen in Hinblick auf Beratungsangebote in Zukunft stärker berücksichtigt werden.

Die Studie wird bis zum 30. November 2014 online stehen. Zur Umfrage geht es hier.

BesD kritisiert geplantes "Prostituiertenschutzgesetz"

2. September 2014: Der Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen (BesD) kritisiert in einem offenen Brief an das Familienministerium die Eckpunkte des geplanten "Prostituiertenschutzgesetzes". "Die übergeordneten Inhalte tragen wir gerne mit, denn auch wir sprechen uns gegen Gewalt, Menschenhandel und Kriminalität aus.", so die Einleitung der Stellungnahme.

Kritikpunkte sind vor allem die geplante Meldepflicht für SexarbeiterInnen, die geplante Erlaubnispflicht für alle Arten von "Prostitutionstätten" und das Festhalten an bestehenden Beschränkungen wie den Sperrgebietsverordnungen.

Die gesamte Stellungnahme und Alternativvorschläge gibt es hier.

 

Wegweiser zur deutschen Nachlese der Welt-Aids-Konferenz (Foto: al)Wegweiser zur deutschen Nachlese der Welt-Aids-Konferenz (Foto: al)

Erfolgreiche Nachlese zur Welt-Aids-Konferenz 2014

27. August 2014: Wie schon vor zwei Jahren holte die Gemeinnützige Stiftung Sexualität und Gesundheit (GSSG) ein Stück Welt-Aids-Konferenz (IAC) nach Köln. Im Bürgerhaus Kalk diskutierte Moderatorin und GSSG-Stifterin Harriet Langanke am Mittwoch mit ExpertInnen und Interessierten über die Ergebnisse der der IAC, die im Juli in Melbourne stattfand.

Fast 50 Interessierte und Fachleute aus dem Gesundheitswesen nahmen an der Mini-Konferenz zur IAC teil, welche vom 20. bis 25. Juli 2014 rund 13.000 TeilnehmerInnen nach Melbourne gebracht hatte.

Eindrücke und Materialien zur Nachlese gibt es hier.

Neue Leitlinien zur HIV-Therapie

20. August 2014: Die Deutsche Aids-Gesellschaft (DAIG) und die Österreichische Aids-Gesellschaft (ÖAIG) haben die Leitlinien zur antiretroviralen Therapie der HIV-Infektion und zur HIV-Therapie in der Schwangerschaft aktualisiert. Alle Leitlinien werden zukünftig auf der Webseite der DAIG abrufbar sein.

Zu den Leitlinien geht es hier.

BZgA auf Welt-Aids-Konferenz in Melbourne

24. Juli 2014: Unter dem Motto „Das Schritttempo erhöhen“ findet die Internationale Aids- Konferenz 2014 bis zum 25. Juli in Melbourne statt. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ist mit zwei Veranstaltungen zu den Themen „Prävention – was wirkt?“ und „Qualität in der HIV-Prävention verbessern“ vor Ort vertreten. Die BZgA verfolgt bereits seit vielen Jahren das Ziel, zusammen mit nationalen und internationalen WissenschaftlerInnen Verfahren und Instrumente zur Qualitätsentwicklung in Europa zu erarbeiten und anzuwenden.

Zur ganzen Pressemitteilung der BZgA geht es hier.

Sexuelle Gesundheit – ein Thema für Prostitutionskunden?!

18. Juli 2014: Die Deutsche STI-Gesellschaft (DSTIG) veranstaltete in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe (AG) Freierforen und der Gemeinnützigen Stiftung Sexualität und Gesundheit (GSSG) eine Fachtagung für Kunden von SexarbeiterInnen. Rund 20 TeilnehmerInnen diskutierten zu sexueller Gesundheit aus Freier-Sicht. Neben einem Vortrag des Moraltheologen Peter Schallenberg, schilderten nicht nur VertreterInnen von Gesundheitsamt und Polizei ihre Erfahrungen, auch sechs bekennende Freier gaben Auskunft.

„Vor über zehn Jahren haben wir die Informationsplattform www.sexsicher.de für Freier im Internet mit entwickelt. Diesen Erfolg wollen wir fortsetzen und ausbauen“, so ein Vertreter der AG Freierforen. Lange galten Prostitutionskunden als eine schwer erreichbar, wenn es um Aufklärung und Verhütung von STI (sexuell übertragbaren Infektionen) geht. Inzwischen engagieren sich immer mehr Männer in ihrer Eigenschaft als Kunden von Sexarbeiterinnen für ihre sexuelle Gesundheit.

Zur Pressemitteilung der DSTIG geht es hier.

 

Dokumentation zum Fachtag "Sexarbeit und STI-Forschung" online

1. Juli 2014: Die Dokumentation des Fachtages „Forschung zur Sexarbeit & STI-Forschung“ der Deutschen STI-Gesellschaft (DSTIG) im November 2013 ist jetzt online verfügbar. Die Zusammenfassung der Ergebnisse zeige, "dass ein beachtliches Fachwissen zusammengetragen werden konnte und dass der Kongress insgesamt über viele neue Entwicklungen aus der medizinischen sowie sozialwissenschaftlichen Forschung und der Praxis der Sexarbeit informierte", so die Veranstalter. Das nächste DSTIG Special "Forschung zur Sexarbeit und STI-Forschung" wird im November 2015 in Köln stattfinden.

Zur Dokumentation geht es hier. Mehr zur Fachtagung und den Flyer gibt es hier.

Liebe(r) mit - Neue Broschüre der DSTIG zu Jugend und Sexualität

10. Juni 2014: Die Deutsche STI-Gesellschaft hat eine Broschüre für Jugendliche und junge Erwachsene zu Sexualität herausgegeben. Unter dem Titel "Liebe(r) mit" klärt die Broschüre zu sexueller Gesundheit auf und setzt sich mit Vorurteilen auseinander. Die Broschüre ist ab Mitte Juni auch gedruckt erhältlich.

Mehr Informationen hier

GSSG-Fachbeirätinnen im Nationalen Aids-BeiratGSSG-Fachbeirätinnen im Nationalen Aids-Beirat

Votum des Nationalen Aids-Beirats über den Zugang zu ärztlicher Versorgung, Beratung und HIV-Therapie

10. Juni 2014: Bereits Mitte März hat der Nationale Aids-Beirat (NAB), dem auch drei Fachbeirätinnen der GSSG angehören, ein Votum über den Zugang zu ärztlicher Versorgung, Beratung und Therapie für alle Menschen mit HIV in Deutschland abgegeben. Im Moment ist dieser Zugang für bestimmte Gruppen nicht oder nur eingeschränkt gewährleistet. Der NAB betont, dass jeder Mensch für die Dauer seines Aufenthaltes in Deutschland einen Zugang zu leitliniengerechter HIV-Therapie haben soll. Dafür hat der Beirat gezielte Forderungen und Empfehlungen aufgestellt.

Mehr Informationen hier.

Kritik an Broschüre über HPV-Impfung

2. Juni 2014: Das Netzwerk Frauen und Gesundheit ist für seine Broschüre zur HPV-Impfung von den Berufsverbänden der Frauenärzte und Kinder- und Jugendärzte kritisiert worden. Die Broschüre erschien 2008 und wurde 2011 aktualisiert. Der Berufsverband der Frauenärzte beklagt, dass die Broschüre kritische Informationen zur HPV-Impfung enthalte, und verlangt, diese zu entfernen und durch eine positive Bewertung der Impfung zu ersetzen. „Fakt ist, dass die Broschüre ausgewogen und auf der Basis wissenschaftlicher Studien die Vor- und Nachteile der Impfung darstellt“, betont Susanne Steppat vom Deutschen HebammenVerband in einer Pressemitteilung des Netzwerks.

Mehr Informationen hier

Diskussion um Austragungsort der Welt-Aidskonferenz 2018

26. Mai 2014: In einem offenen Brief an die International Aids Society (IAS) kritisieren das International Network of People who use Drugs (INPUD) und das Global Network of Sex Projects (NSWP) die Wahl von San Francisco, USA als möglichen Veranstaltungsort für die Welt-Aidskonferenz 2018. Das Gastgeberland darf keine Einschränkungen bei der Einreise und dem Aufenthalt von Menschen mit HIV haben, so die beiden Netzwerke. Obwohl die USA dieses Kriterium für Menschen mit HIV inzwischen erfüllen, tun sie dies nicht im Hinblick auf SexarbeiterInnen und DrogengebraucherInnen. Bereits 2012 fand die wichtigste Konferenz zu HIV/Aids in Washington, USA statt. Auch damals wurden SexarbeiterInnen und DrogengebraucherInnen diskriminiert, viele blieben der Konferenz fern. Gemeinsam mit INPUD und NSWP spricht sich die GSSG gegen San Francisco als Veranstaltungsort für die Welt-Aidskonferenz 2018 aus.

Zum offenen Brief geht es hier.

In diesem Jahr findet die Konferenz vom 20. bis 25. Juli in Melbourne, Australien statt. Wie bereits 2012 wird die GSSG am 27. August 2014 einen sogenannten Hub veranstalten, um die Ergebnisse der Konferenz zu diskutieren. Besonders AktivistInnen und Interessierte, die nicht an der Konferenz teilnemen können, sollen von der Veranstaltung nachhaltig profitieren. Mehr zum Hub gibt es hier.

BZgA-Kampagne „mach’s mit“ sagt jetzt „Ich mach’s“

15. April 2014: Die mach’s mit-Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) startet mit neuen Motiven. Jedes der Motive zeigt ein Gesicht und eine persönliche Botschaft, wie Mann und Frau sich vor HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI) schützen können. Neu dabei ist das alle Motive verbindende Statement: „Ich mach’s mit Wissen & Kondom“.

Mit der Kampagne will die BZgA auch auf die STI hinweisen, die symptomlos verlaufen können, wie die bakterielle Chlamydien-Infektion. Auch die Impfung gegen eine Infektion mit Humanen Papillomaviren (HPV) ist ein Thema der neuen Motivserie. Weitere Informationen unter www.machsmit.de

Erfolgreiche Diskussionsrunde zu Zwangsprostitution und Menschenhandel

27. März 2014: Unter dem Titel „Wenn es Menschenhandel in der Prostitution gibt, welche Antworten gibt es?“, diskutierten heute Fachleute aus Politik, Polizei, Forschung und von der Basis über Fragen zu Menschenhandel und Zwangsprostitution.Die Veranstaltung fand in Kooperation des Kölner Friedensbildungswerks (FBK) mit der Gemeinnützigen Stiftung Sexualität und Gesundheit (GSSG) statt. Die GSSG-Fachbeiräte Roland Schüler, Geschäftsführer des FBK, und Frank Meurer, Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Freierforen, hatten die Podiumsdiskussion mit hochkarätigen Expertinnen und Experten vorbereitet. Insgesamt zeigte sich in der Diskussion ein komplexes Feld. Am Ende der erfolgreichen Veranstaltung kündigte Moderator Roland Schüler weitere Schritte an: „Wir freuen uns über die Vernetzung der Teilnehmenden und werden die Diskussion weiter auswerten.“ Die Dokumentation zur Veranstaltung gibt es hier.

Europäischer Bericht zu Gewalt gegen Frauen

13. März 2014: Anfang März hat die Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) ihren Bericht zu Gewalt gegen Frauen in den EU-Mitgliedsstaaten vorgestellt. Die Erhebung befragte Frauen zu ihren Erfahrungen mit körperlicher, sexueller und psychischer Gewalt, einschließlich häuslicher Gewalt. Der Bericht belegt nicht nur die weit verbreitete Gewalt gegen erwachsene Frauen, sondern schildert auch die körperliche und sexuelle Gewalt, die Frauen in der Kindheit erfahren haben. "Das enorme Ausmaß des Problems verdeutlicht, dass Gewalt gegen Frauen nicht nur einige wenige Frauen betrifft, sondern sich tagtäglich auf die gesamte Gesellschaft auswirkt", erklärt FRA-Direktor Morten Kjaerum.

Mehr zum Bericht gibt es hier.

TV-Beitrag "Der Freier"

13. März 2014: Das WDR-Fernsehen strahlt in der Sendung "Frau TV" den Beitrag "Der Freier" aus. Seit Monaten wird kontrovers über Prostitution diskutiert. Eine Gruppe, über die oft geredet und gerätselt wird, kommt dabei nicht zu Wort: die Freier. Warum gehen Männer eigentlich zu Prostituierten? frauTV hat drei Menschen befragt, die direkten Einblick in die Prostitution haben. Die GSSG hat die MacherInnen im Vorfeld des Beitrags beraten.

Mehr Informationen zur Sendung hier.

Internationaler Frauentag 2014: WFPA veröffentlicht aktuelle Informationen rund um junge Frauen und HIV

7. März 2014: Zum internationalen Frauentag am 8. März veröffentlicht die internationale Initiative Women for Positive Action (WFPA) aktuelle Informationen. In einer neuen, umfangreichen Powerpoint-Präsentation geht es um Mädchen und junge Frauen, die mit HIV leben. Die Folien stehen ab sofort auf www.womenforpositiveaction.org in englischer Sprache zum Download bereit.

Weltweit gesehen sind Mädchen und junge Frauen zwischen 15 und 24 Jahren besonders häufig von der Infektion betroffen. Sie stellen 60 Prozent aller jungen Menschen, die mit HIV leben. Gute Hintergrundinformationen zu diesem Thema sind deshalb wichtig.

Zur Pressemitteilung geht es hier.

 

DSTIG fordert bessere Gesundheits-versorgung bei STI und eine sachliche Diskussion zu Sexarbeit

6. März 2014: Die „Sektion Sexuelle Gesundheit“ der Deutschen STI-Gesellschaft (DSTIG) beschloss, künftig neue Prioritäten zu setzen. Zur Förderung der sexuellen Gesundheit in Deutschland soll zum einen die Struktur der Gesundheitsversorgung verbessert werden. Zum anderen will die Sektion eine sachstandsorientierte Diskussion zur Sexarbeit jenseits der gegenwärtig stark ideologisch bestimmten Debatte anregen.

Beim Thema Sexarbeit geht es darum, die einseitig geführte Debatte um die Pläne zur Verschärfung des Prostitutionsgesetzes sachlich zu begleiten. Im engen Dialog mit verschiedenen Interessengruppen sollen Präventionsmaßnahmen vorgestellt werden, die auf Selbstverantwortung und Freiwilligkeit basieren. „Forschung zur Sexarbeit ist uns besonders wichtig, denn es fehlen Daten und Studien, die zeigen, welche Maßnahmen im Hinblick auf Sexarbeit zielführend sind. Schon aus der historischen Erfahrung wissen wir, dass Diskriminierung und Illegalisierung nicht der richtige Weg sind“, so Harriet Langanke, Sprecherin der neuen Arbeitsgruppe Sexarbeit.

Interessierte und engagierte Personen können sich an die DSTIG oder direkt bei Harriet Langanke: harriet.langanke@stiftung-gssg.org

Zur Pressemitteilung geht es hier.

Europaflaggen (Foto: Xavier Häpe)Europaflaggen (Foto: Xavier Häpe)

Europäisches Parlament fordert Freier zu bestrafen, nicht Prostituierte

26. Februar 2014: Das Europäische Parlament fordert die EU-Staaten auf, die Nachfrage nach Prostitution einzudämmen. Dazu verabschiedete das Parlament eine nicht bindende Resolution, laut der die EU-Staaten Freier bestrafen sollen und nicht die Prostituierten. Außerdem sollen die Staaten Ausstiegsstrategien für SexarbeiterInnen entwerfen. Der Resolution vorausgegangen ist der sogenannte Mary Honeyball Report. In ihrem Bericht votiert die EU-Parlamentsabgeordnete für die Kriminalisierung von Kunden. "Statt der Legalisierung, die in den Niederlanden und Deutschland zu einem Desaster geführt hat, brauchen wir einen nuancierten Ansatz, der die Männer bestraft, die die Körper der Frauen als Gebrauchsgegenstand behandeln, ohne dabei diejenigen zu bestrafen, die in die Sexarbeit abgeglitten sind", so Mary Honeyball. Zahlreiche europäische SexarbeiterInnen- und Gesundheitsorganisationen haben sich schon im Vorfeld der Resolution gegen den Honeyball-Report ausgesprochen.

Zur Pressemitteilung des Europäischen Parlaments zur Verabschiedung der Resolution geht es hier.

Saarland beschließt Maßnahmen zur Eindämmung der Prostitution

25. Februar 2014: Das saarländische Landeskabinett hat ein Maßnahmenpaket zur Eindämmung von Prostitution verabschiedet. "Nicht nur die Lage der Prostituierten hat sich verschlechtert, auch leiden immer mehr Unbeteiligte unter der Ausweitung der Prostitution. Dem wollen wir mit verschiedenen Maßnahmen entschieden entgegentreten", sagt Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer. Das Maßnahmenpaket umschließt Änderungen in der Sperrgebietsverordnung, eine Ausweitung polizeilicher Kontrollen und die Einführung der Kondompflicht. Mit der Kondompflicht sollen die SexarbeiterInnen gestärkt werden, da sie Verstöße zur Anzeige bringen können.

Zur Pressemitteilung geht es hier.

Sechs Positionen zur Prostitution

24. Februar 2014: Als kritischen Beitrag zur aktuellen Debatte zu Sexarbeit hat die GSSG einen Kurzfilm mit sechs Positionen zur Prostitution produziert. Unter der Leitfrage "Schon einmal darüber nachgedacht?" setzt sich der kurze Erklärfilm kritisch mit bekannten Vorurteilen zum Thema Prostitution auseinander. Der Film entstand in Zusammenarbeit mit der Videoproduktion Carasana.

Zum Film geht es hier.

Empfehlung zur Pille danach ohne Rezeptpflicht

14. Januar 2014: Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat erneut die Entlassung der Pille danach auf der Basis von Levonorgestrel aus der Rezeptpflicht empfohlen. Wie bereits im Jahr 2003 sieht der zuständige Ausschuss für Verschreibungspflicht wegen der geringen Nebenwirkungen und den fehlenden Kontraindikationen keine Notwendigkeit einer ärztlichen Verschreibung.

Dazu erklärt Daphne Hahn, Vorsitzende des pro familia Bundesverbands: Seit Jahren weisen wir auf die hohe Sicherheit und Wirksamkeit der Pille danach und die guten Erfahrungen mit der rezeptfreien Vergabe in anderen Ländern hin. Dennoch wird seit Jahren in Deutschland an nachweislich falschen medizinischen Behauptungen festgehalten, um die rezeptfreie Zulassung zu verhindern.

Mehr Informationen hier.

DAH vergibt Scholarships für Weltaidskonferenz

7. Januar 2014: Für die Weltaidskonferenz in Melbourne, Australien vom 20. bis 25. Juli 2014 vergibt die Deutsche Aids-Hilfe (DAH) Scholarships. Insgesamt stehen drei Plätze für Menschen aus der Positiven-Selbsthilfe und den Communities im HIV/Aidsbereich, die an der Konferenz teilnehmen möchten und die Kosten aber nicht selbst tragen können, bereit. Voraussetzung für eine Bewerbung sind gute Englisch-Kenntnisse und eine aktive Beteiligung an der Weltaidskonferenz. Bewerbungsschluss ist Dienstag, der 21. Januar 2014.

Mehr Informationen und Formular hier.

Die neue DHIVA ist da!

Die DHIVA ist das Fachmagazin für Frauen zu Sexualität und Gesundheit. Es gibt sie als E-Paper hier...

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AVAC bezieht Stellung zur US-Wahl

Nach der Präsidentenwahl in den USA sind viele Menschen besorgt, wie es mit den Rechten von Minderheiten weitergeht. Die us-amerikanische HIV-Präventions-Organisation AVAC findet klare Worte...

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Spendenkonto für Verfassungsklage gegen das "Prostituierten-schutzgesetz" eingerichtet!

Die Zeit läuft: In 8 Monaten tritt das "Prostituierten-schutzgesetz" in Kraft! Das Gesetz ist nicht nur repressiv, es ist verfassungswidrig: Grundrechte von Sexarbeiter/innen und Betreiber/innen von Prostitutions-Etablissements werden systematisch aushebelt. Deswegen wird Dona Carmen eine Verfas-sungsklage dagegen auf den Weg bringen.

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