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NRW kritisiert geplantes Prostituiertenschutzgesetz

14. April 2016: Die nordrhein-westfälische Emanzipations- und Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Bündnis 90 – Die Grünen) hat heute das von der Bundesregierung geplante Prostituiertenschutzgesetz in mehreren Punkte heftig kritisiert. Die Gemeinnützige Stiftung Sexualität und Gesundheit (GSSG) begrüßt die kritische Haltung der Landesregierung.

Die im Gesetz vorgesehenen restriktiven Maßnahmen sind nach Ansicht der Ministerin nicht geeignet, Menschen in der Prostitution zu schützen. In einer Pressekonferenz im Düsseldorfer Landtag betonte sie, dass nur freiwillig angenommene Beratung der Gesundheit und dem Schutz dient. Die Pflicht zur Registrierung hin gegen verstärke die Stigmatisierung der Betroffenen und die geplante Kondompflicht sei realitätsfern.

„Das Ministerium zeigt mit seiner Haltung große fachliche Kompetenz“, sagte Harriet Langanke, GSSG-Gründerin und forschende Sexualwissenschaftlerin. „NRW hat mit dem Runden Tisch Prostitution, der vier Jahr lang Fachleute aus allen betroffenen Disziplinen angehört hat, weitreichende Kenntnisse über Prostitution sammeln können.“

Zur Pressemitteilung der GSSG geht es hier.

Zur Pressemitteilung von Ministerin Steffens geht es hier.

Weitere Informationen zum Thema gibt es hier.

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