Meldungen 2013

Im Interview: GSSG-Geschäftsführerin über Prostitution

15. Dezember 2013: Im aktuellen Newsletter 4/2013 der profamilia Mainz gibt GSSG-Gründerin und -Geschäftsführerin Harriet Langanke ein Interview über Prostitution. Seit dem Appell von Alice Schwarzer, die Prostitutionsgesetze zu verschärfen, gibt es in Deutschland eine heftige Debatte über Sexarbeit und die Menschen, die in diesem Beruf arbeiten. "Mehr gesicherte Fakten, mehr wirkliches Wissen über die Sexarbeit", fordert Langanke.

Das ganze Interview gibt es hier.

Europaflaggen (Foto: Xavier Häpe)Europaflaggen (Foto: Xavier Häpe)

EU-Parlament verweigert Zustimmung zu Bericht über sexuelle und reprodukitve Gesundheit

10. Dezember 2013: Am Tag der Menschenrechte hat das Europäische Parlament dem Bericht über sexuelle und reproduktive Gesundheit der Abgeordneten Edite Estrela die Zustimmung verweigert. Die Begründung lautete, das EU-Parlament sei nicht zuständig. Der bericht enthält Empfehlungen, wie die sexuelle und reproduktive Gesundheit der Menschen in den EU-Mitgliedstaaten verbessert werden kann, verpflichtet die Staaten jedoch zu nichts.

„Der Estrela-Bericht enthält die wichtige Forderung, dass Menschen in allen EU-Mitgliedstaaten Zugang zu sexueller Bildung, Verhütung und einem sicheren Schwangerschaftsabbruch haben sollen. Dass das EU-Parlament ausgerechnet am Tag der Menschenrechte gegen diesen Bericht votiert, ist ein erschreckendes Signal", erklärte Prof. Dr. Daphne Hahn, Vorsitzende des pro familia Bundesverbands.

Internetportal informiert Kinder über sexuellen Missbrauch

9. Dezember 2013: Auf dem Onlineportal www.trau-dich.de finden Kinder Wissenswertes und Hilfsangebote zu sexuellem Missbrauch. Die Rubriken „Deine Rechte“ und „Dein Wissen“ vermitteln wichtige Fakten zu Kinderrechten und erklären schwierige Begriffe wie Straftat, Macht und Scham. Unter „Deine Fragen“ beantworten ExpertInnen Fragen von Kindern. Zusätzlich bietet die Webseite Broschüren für Jungen und Mädchen zwischen acht und zwölf Jahren. Alle Informationen sind altersgerecht aufbereitet.

Der Internetauftritt ist Teil der bundesweiten Initiative „Trau dich!“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Botschafterinnen zum Welt-Aids-Tag zeigen Schleife und Solidarität

1. Dezember 2013: Doreen, 33, aus Braunschweig ist HIV-positiv und ein großer Fan von Sängerin Sarah Connor. Zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember rufen die beiden gemeinsam dazu auf, mit dem Symbol der Roten Schleife Solidarität zu zeigen: „Wir müssen diese Krankheit weiterhin sehr ernst nehmen, uns beim Sex schützen und weiter aufklären. Ich wünsche mir, dass die Menschen sich besser informieren, damit die Stigmatisierung von Menschen mit HIV und Aids bald der Vergangenheit angehört“, sagte die Sängerin heute in Berlin. Die DHIVA veröffentlichte  in der Ausgabe 51 im Juni 2011 einen Artikel von Doreen darüber, wie die Musik von Sarah Connor ihr in schwierigen Momenten hilft. "Mein größter Wunsch ist es, mit ihr eine gemeinsame Aktion zum Thema HIV und Aids zu machen", schrieb Doreen damals.

Mehr zum Welt-Aids-Tag hier

Jubiläumsempfang für Sexsicher.de

9. November 2013: Das Internetprojekt für Freier Sexsicher.de feierte sein zehnjähriges Jubiläum. Gemeinsam mit langjährigen WeggefährtInnen und geladenen Gästen blickte GSSG-Stifterin Harriet Langanke auf zehn erfolgreiche Jahre im Internet zurück. Auf www.sexsicher.de können sich Interessierte, vor allem aber Männer, die Sexdienstleistungen nutzen, über sexuell übertragbare Infektionen (STI) informieren. Diskret, zuverlässig, aktuell und mit Genuss an sicherem Sex. Im Jahr 2003 ging www.sexsicher.de online. Vertreter der Zielgruppe haben es entwickelt und begleiten es bis heute – ebenso wie viele engagierte Fachleute unterschiedlicher Disziplinen. Inzwischen hat sich zu Sexsicher.de auch ein Forschungsprojekt von Langanke mit der Universität von Malmö ergeben.

Mehr zum Projekt gibt es hier.

Die Pille danach auf dem Weg zur rezeptfreien Zulassung

8. November 2013: Der Bundesrat hat mit seiner Entscheidung erneut den Weg für einen rezeptfreie Zulassung für die Pille danach geebnet. Den Änderungen der Arzneimittelverschreibungsverordnung stimmte er nur mit der Auflage zu, dass die neue Verordnung die rezeptfreie Vergabe der Pille danach in Apotheken vorsieht. Jetzt muss die neue Leitung des Bundesministeriums für Gesundheit und damit die Bundesregierung entscheiden, ob sie die Verordnung in der vom Bundesrat vorgegebenen Form in Kraft setzt.

Die Pille danach hilft, ungewollte Schwangerschaften zu vermeiden. pro familia und die GSSG fordern, sie niedrigschwellig verfügbar zu machen. „Die Chancen, dass wir den Startschuss für die rezeptfreie Pille danach bald erleben, stehen gut“, sagte Prof. Dr. Daphne Hahn, Vorsitzende des pro familia Bundesverbands.

Mehr zur Pille danach gibt es hier

 

Position der Deutschen STI-Gesellschaft zur Sexarbeit

Anlässlich ihres Fachtages zur sexuellen Gesundheit am 8. und 9. November 2013 in Köln erklärt die Deutsche STI-Gesellschaft (DSTIG):

Um die sexuelle Gesundheit zu fördern, brauchen Menschen in der Sexarbeit in Deutschland rechtliche Sicherheit sowie gesellschaftliche Akzeptanz.

Aus Sicht der DSTIG mangelt es bislang an der praktischen Umsetzung der für Sexarbeit relevanten Gesetze: des Infektionsschutzgesetzes und des Prostitutionsgesetzes. Beide Gesetze bieten die Voraussetzungen für ganzheitliche und sowohl infektions-epidemiologisch als auch strafrechtlich zeitgemäße Angebote, die die sexuelle Gesundheit im Zusammenhang mit Sexarbeit fördern. Ihre Umsetzung muss dem heutigen Stand der fachlichen Erkenntnisse folgen.

Die vollständige Erklärung der DSTIG findet sich hier.

CHAARM-Symposium beim EACS 2013 (Foto: Hinano Spreafico)CHAARM-Symposium beim EACS 2013 (Foto: Hinano Spreafico)

Beim Europäischen Aids-Kongress: Symposium zum aktuellen Stand in der Mikrobizid-Entwicklung

16. Oktober 2013: ExpertInnen berichten beim Europäischen Aids-Kongress in Brüssel über den aktuellen Stand bei der Mikrobizid-Entwicklung. Eingeladen zum Satelliten-Symposium hatte das europäische CHAARM-Projekt.  Unter dem Vorsitz von EATG-Mitglied und NAM-Redakteur Gus Cairns präsentierten Sheena McCormack, Guido Vanham, Janneke van de Wijgert, Harriet Langanke und Alessandra Martini (v.r.n.l.) ihre Vorträge. McCormack aus London gab einen Überblick zum aktuellen Stand der weltweiten Mikrobizid-Forschung. Vanham aus Antwerpen beschrieb die unterschiedlichen Wirkstoffe, die bei vaginalen und rektalen Mikrobiziden eingesetzt werden. Van de Wijgert aus Liverpool schilderte, wie Mikrobizide sich auf das Mikrobiom von Vagina und Rektum auswirken. Martini erläuterte den finanziellen Beitrag der EU zur Mikrobizid-Forschung.

GSSG-Stifterin Harriet Langanke, die sich auch bei AVAC für die Entwicklung von Mikrobiziden engagiert, schilderte in ihrem Vortrag die Herausforderungen, die beim Marketing der Mikrobizide bestehen, sowie mögliche Lösungen.

Mehr zum Thema findet sich hier.

Berufsverband gegründet

13. Oktober 2013: SexarbeiterInnen gründen in Köln den "Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen".

Zum ersten Mal haben sich a
ktive und ehemalige SexarbeiterInnen zu einem bundesweiten Berufsverband zusammengeschlossen. Ihr gemeinsames Ziel: die Arbeits- und Lebensbedingungen von SexarbeiterInnen verbessern. Dazu wollen sie über die unterschiedlichen Aspekte von Prostitution informieren und bei Politik, Medien und Öffentlichkeit ein realistisches Bild der Sexarbeit vermitteln. Der Verband soll auch der Diskriminierung und Kriminalisierung von Menschen in der Sexarbeit entgegen wirken.

Anlass der Gründung sind die zahlreichen gesetzlichen Sonderregelungen, die SexarbeiterInnen in ihrer Arbeit behindern, wie Sperrgebietsverordnungen oder das Werbeverbot. Dazu kommt der lauter werdende Ruf aus Politik und Medien nach einer Verschärfung des Prostitutionsgesetzes. "Anstatt die Position der Sexarbeiterinnen zu stärken, droht eine deutliche Verschlechterung der Arbeitsbedingungen in unserer Branche", sagt Gründungsmitglied Johanna Weber. "Viel zu lange wurde über uns, aber nicht mit uns gesprochen. Es wird Zeit, dass wir uns von Entscheidungen, die uns betreffen, nicht länger ausschließen lassen!

Aids ist auch nicht mehr, was es mal war

11. Oktober 2013: Die Deutsche Aids-Hilfe (DAH) feiert ihren 30. Geburtstag.

In seinem Grußwort würdigt der Bundesgesundheitsminister die Leistungen des Verbandes: "Die Deutsche Aids-Hilfe hat in den vergangenen 30 Jahren innovative Wege in der HIV-Prävention beschritten und gesellschaftliche Veränderungen bewirkt. Durch die Arbeit konnten Diskriminierung und Stigmatisierung abgebaut werden. Sie erhebt die Stimme für Menschen, die mit HIV und Aids leben und ist damit ein unverzichtbarer Bestandteil unserer erfolgreichen HIV-Präventionsstrategie."

Die GSSG gratuliert. Sie ist seit ihrem Bestehen Kooperationspartnerin der DAH. Beide Organisationen sind durch Projekte - wie das Netzwerk Frauen und Aids - und Gremienmitglieder miteinander verbunden.

Schweizer Epidemiengesetz: Menschen mit HIV werden nicht länger kriminalisiert

22. September 2013: Die Annahme des neuen Epidemiengesetz stärkt die HIV-Prävention in der Schweiz. Künftig werden nur noch Personen strafrechtlich verfolgt, die aus „gemeiner Gesinnung“ HIV/Aids weitergeben. Unter dem alten Epidemiengesetz konnten HIV-positive Personen selbst dann verurteilt werden, wenn sie ihre PartnerInnen über ihre Infektion informiert und die PartnerInnen in den ungeschützten Sex eingewilligt hatte. Mit der Annahme des neuen Epidemiengesetzes stärkt das Schweizer Volk die HIV-Prävention: Nur ein offener Umgang mit HIV und Aids verhindert Infektionen.

Die Gemeinnützige Stiftung Sexualität und Gesundheit begrüßt die Entscheidung in der Schweiz und gratuliert den KollegInnen, die sich schon lange für ein geändertes Gesetz engagiert haben.

Weitere Informationen gibt es hier. Zur Position des Schweizer Positivrat geht es hier.

BZgA-Studie "Jugendsexualität und Behinderung"

18. September 2013: Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat die neue Studie zu "Jugendsexualität und Behinderung" veröffentlicht. Die Studienergebnisse zeigen, dass zwei Drittel der befragten Jugendlichen mit Behinderung sich aufgeklärt fühlen. Etwa ein Drittel der 15- bis 18-jährigen befragten Jugendlichen mit Behinderung hatte bereits Geschlechtsverkehr. Über vier Fünftel der Jugendlichen mit Behinderung haben beim ersten Mal verhütet, am häufigsten mit dem Kondom. Die Befragungsergebnisse zum Sexualwissen und Verhütungsverhalten zeigen viele Gemeinsamkeiten zwischen Jugendlichen mit und ohne Behinderung.

Ein sehr bedrückendes Bild ergibt sich bei dem Thema sexualisierte Gewalt: Jugendliche mit Behinderung sind hier deutlich häufiger Opfer sexueller Übergriffe. 14,2 Prozent der Befragten berichteten von einem versuchten Übergriff, doppelt so viele Mädchen wie Jungen. Jedes vierte Mädchen bestätigt Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt, dabei insbesondere Mädchen mit einer Hörbeeinträchtigung.

Zur Studie geht es hier.

Neue Veröffentlichungen zu HIV in Europa

10. September 2013: Das European Centre for Disease Control and Prevention (ECDC) hat neue Berichte zu HIV in Europa veröffentlicht. Der Report "Migrant health: Sexual transmission of HIV within migrant groups in the EU/EEA and implications for effective interventions" beschäftigt sich mit der sexuellen Übertragung von HIV bei Menschen mit Migrationshintergrund in Europa. Der Bericht "Monitoring implementation of the European Commission Communication and Action Plan for combating HIV/AIDS in the European Union and neighbouring countries" bietet einen Überblick zum Aktionsplan der Europäischen Union (EU). Der Plan sieht für 2009 bis 2013 in allen europäischen Ländern eine Reduzierung der Neuinfektionen mit HIV, einen verbesserten Zugang zu Therapie und Prävention und eine gesteigerte Lebensqualität für HIV-betroffene Menschen vor.

Jubiläum: 20 Jahre Kinder und Aids

27. August 2013: Der Bereich "Kinder & Aids" der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Hamburg feiert sein 20-jähriges Jubiläum. Im Rückblick auf 20 Jahre Arbeit lässt sich feststellen, dass sich die Lebenssituation der HIV-betroffenen Familien stark verbessert hat. Bei HIV handelt es sich inzwischen um eine chronische, behandelbare, aber immer noch unheilbare Krankheit. Aufgrund dieser Veränderungen wurde auch der Name des Arbeitsbereiches dieser neuen Lebens- und Arbeitssituation angepasst. Der neue Name VHIVA Kids Familienleben mit HIV soll die lebensbejahende, in die Zukunft gerichtete Perspektive der Familien ausdrücken.

Die MitarbeiterInnen von VHIVA Kids engagieren sich seit langem bei Projekten der Gemeinnützigen Stiftung Sexualität und Gesundheit (GSSG). Dazu zählen das Magazin DHIVA und das Medienprojekt Lifeboat. Die GSSG wünscht VHIVA KIDS für die Zukunft alles Gute.

Mehr zu VHIVA Kids hier.

Aids-Hilfe Schweiz für Safer Sex in der Sexarbeit

26. August 2013: In Zürich, Schweiz, wurden sogenannte Sexboxen geöffnet. Die Sexboxen in Zürich-Altstetten, sollen den dort arbeitenden Frauen mehr Sicherheit gewährleisten. Rechtzeitig zur Eröffnung lanciert die Aids-Hilfe Schweiz eine neue Broschüre für Sexarbeiterinnen. Die Broschüre "Stella - Safer Sex in der Sexarbeit" bietet Informationen zu HIV und anderen Geschlechtskrankheiten, gibt Tipps zum Umgang mit Kunden von Sexarbeiterinnen und erklärt die rechtlichen Rahmenbedingungen. Die Broschüre gibt es in acht Sprachen, darunter Rumänisch und Bulgarisch. Zum Download der Broschüre geht es hier.

Neue Homepage für das Netzwerk Frauen und Aids

12. August 2013: Das Netzwerk Frauen und Aids hat einen neuen Internetauftritt. Im Auftrag des Netzwerks hat die Arbeitsgruppe (AG) Homepage eine neue Webseite umgesetzt. Vieles ist in der neuen Version anders: das Design, das Logo und die Inhalte. Es gibt aktuelle News rund um das Thema Frauen und Aids und wichtige Informationen zur Arbeit des Netzwerks. 
Mehr unter www.netzwerkfrauenundaids.de

Wieder berufen: GSSG-Fachbeirätinnen im Nationalen Aids-BeiratWieder berufen: GSSG-Fachbeirätinnen im Nationalen Aids-Beirat

GSSG-Fachbeirätinnen wieder im Nationalen Aids-Beirat

22. Juli 2013: Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr hat turnusgemäß den Nationalen Aids-Beirat neu berufen. Mit dabei sind auch wieder drei Fachbeirätinnen der GSSG: Heidrun Nitschke, Ulrike Sonnenberg-Schwan und Gaby Wirz. Unter den Mitgliedern sind auch Ulrich Würdemann und Bernd Aretz, die viele Jahre die DHIVA unterstützt haben, und Norbert Brockmeyer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen STI-Gesellschaft.

Der Nationale Aids-Beirat berät die Bundesregierung zu aktuellen sozialen und medizinischen Fragestellungen zu HIV/Aids. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr: „Der Nationale AIDS-Beirat hat die Bundesregierung in den vergangenen zwei Jahren zu einer Reihe von schwierigen und komplexen Themen beraten. Er hat mit der Verabschiedung von vier Voten wichtige Impulse bei der Anpassung unserer erfolgreichen HIV/Aids-Strategie gesetzt.“ Zu den Empfehlungen gehören unter anderem HIV am Arbeitsplatz und Prävention mit Medikamenten.

Neue Studienergebnisse der BZgA zu STI

12. Juli 2013: In der Repräsentativstudie „Aids im öffentlichen Bewusstsein“ erhebt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Daten zu Wissen und Verhalten der Bevölkerung zu HIV/Aids und zu anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI). Die Ergebnisse zeigen, dass sich 36 Prozent der Frauen und 31 Prozent der Männer ab 16 Jahren weitergehende Informationen zu STI wünschen. Bei den Jugendlichen ist das Interesse mit 61 Prozent besonders stark ausgeprägt.

Auf die Frage nach sexuell übertragbaren Infektionen geben weniger als die Hälfte der über 16-jährigen Personen Syphilis (45 Prozent) und Gonorrhoe/Tripper (48 Prozent) an. Obwohl die Infektionen mit Syphilis in den letzten Jahren angestiegen sind, hat die Bekanntheit dieser STI in der Allgemeinbevölkerung abgenommen. Deutlich seltener werden Hepatitis (13 Prozent) oder Herpes (8 Prozent) genannt. Chlamydien, Kondylome und Trichomoniasis werden noch seltener angegeben (7/3/1 Prozent).

Den Kurzbericht zu "Aids im öffentlichen Bewusstsein 2012" gibt es hier

Große Freiheit: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) startet neue Mobil-Ausstellung

11. Juni 2013: In Berlin startet die Reise für die neue Wanderausstellung der BZgA zur STI- und HIV-Prävention. Unter dem Titel „Große Freiheit – liebe. lust. leben“ kommt die Aufklärungs-Ausstellung nach und nach zu den Menschen im ganzen Land. So können alle Interessierten auch mit örtlichen Fachkräften ins Gespräch kommen. Und lernen, wie sie sich am besten vor sexuell übertragbaren Infektionen (STI) einschließlich HIV schützen. Die Ausstellung bietet viele Mitmach-Möglichkeiten: Interaktive Terminals laden die BesucherInnen zur Beteiligung ein und spannende Stationen vermitteln Informationen und Wissen zur sexuellen Gesundheit. Termine und nähere Infos unter www.große-freiheit.de.

 

GSSG-Fachbeirätin Christine Winkelmann ist die neue Leiterin im Aids-Referat (Foto: privat)GSSG-Fachbeirätin Christine Winkelmann ist die neue Leiterin im Aids-Referat (Foto: privat)

Fachbeirätin der GSSG ist neue Leiterin des BZgA-Aids-Referats

1. Juni 2013: GSSG-Fachbeirätin Christine Winkelmann ist die neue Leiterin im Aids-Referat der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Sie folgt Dirk Meyer, der jetzt als Patientenbeauftragter des Landes Nordrhein-Westfalen arbeitet. Auch Meyers Vorgänger, Wolfgang Müller, war im Fachbeirat der GSSG engagiert. Winkelmann ist erfahrene Expertin für sexuelle Gesundheit und leitete bisher innerhalb der BZgA das WHO-Kollaborationszentrum für sexuelle und reproduktive Gesundheit. Die GSSG gratuliert Christine Winkelmann zu ihrer neuen Position und wünscht ihr viel Erfolg!

Treffen europäischer Aktivisten zur HIV-Prävention

19./20. Mai 2013: In Brüssel trafen sich 16 Aktivisten und Aktivistinnen aus sieben europäischen Ländern und den USA, um über HIV-Prävention in Europa zu diskutieren. Außerdem informierten sich die TeilnehmerInnen über die neusten Erkenntnisse zu modernen Präventionsstrategien wie Mikrobizide und Impfstoffe. GSSG-Stifterin Harriet Langanke hielt zwei Vorträge über ihre Erfahrungen als Aktivistin und über die deutsche Präventionslandschaft. Eingeladen zu dem Treffen hatte die europäische Präventionsgruppe PxROAR eingeladen, bei der Langanke Mitglied ist. Das Projekt des internationalen Netzwerks Global Advocacy for HIV Prevention Prevention (AVAC) verbreitet die neusten Fakten zur HIV-Prävention in Europa.

pro familia will sexuelle Selbstbestimmung in Institutionen fördern

4. Mai 2013: Unter dem Titel „Sexuelle Kulturen – Sexuelle Bildung in Institutionen“ diskutierten die TeilnehmerInnen pro familia Fachtagung in München, wie sich sexuelle Kulturen in Einrichtungen unterscheiden.

Menschen mit Beeinträchtigungen haben oft Probleme, ihr Recht auf Sexualität zu leben, vor allem, wenn sie in Heimen wohnen. Denn die Frage, ob und wie sie Sexualität leben können, wird von der Einrichtung oder den BetreuerInnen entschieden. „Die Förderung sexueller Selbstbestimmung kann gewaltpräventiv wirken. Denn das Wissen über die eigenen Rechte befähigt dazu, diese Rechte wahrnehmen und einfordern zu können“, so Daphne Hahn, Vorsitzende des pro familia Bundesverbands.

Zur Pressemitteilung der pro familia geht es hier

Norbert Brockmeyer (l) erhält Auszeichnung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (Foto: DDG)Norbert Brockmeyer (l) erhält Auszeichnung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (Foto: DDG)

GSSG gratuliert Vorsitzendem der DSTIG

1. Mai 2013: Auf dem 47. Kongress der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft in Dresden erhielt Norbert Brockmeyer die Schaudinn-Hoffmann Plakette. Der Bochumer Dermatologe und Vorsitzende der Deutschen STI-Gesellschaft wurde damit für seine Verdienste bei der Erforschung, Behandlung und Bekämpfung von sexuell übertragbaren Infektionen ausgezeichnet. „Seine Verdienste in der HIV-Forschung, seine langjährige Tätigkeit als Präsident der Deutschen Aids-Gesellschaft sowie sein großes Engagement zur Prävention von sexuell übertragbaren Erkrankungen und in der Entwicklung von Therapieleitlinien werden hierdurch gewürdigt“ gratulierte Peter Altmeyer, Direktor der Dermatologischen Klinik der Ruhr-Universität, dem Preisträger. Brockmeyer freute sich über die Auszeichnung, als Bestätigung für seinen bisherigen Weg und auch als Aufforderung, manchmal „gegen den Strom“ zu schwimmen und sich für alle Facetten zur sexuellen Gesundheit einzusetzen.

Mehr dazu hier

Neue Motive für mach's mit Kampagne

23. April 2013: Die aktuelle Kampagne "mach's mit - Wissen & Kondom" der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) klärt mit neuen Motiven über HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen (STI) auf. Das Motto dabei lautet: "Mit Wissen & Kondom schützt Du Dich vor HIV und verringerst das Risiko einer Ansteckung mit anderen STI." Postkarten, Plakaten und einer Webseite sollen zur bewussten Auseinandersetzung mit HIV und anderen STI anregen und zu Übertragungswegen, Symptomen und Schutzmöglichkeiten informieren. Die Kampagne startete im Frühjahr 2012 und ist auf drei Jahre angelegt. 

Mehr Informationen unter www.machsmit.de
 

Zehn Jahre Sexsicher.de

8. April 2013: Das Internetprojekt für Freier Sexsicher.de feiert in diesem Jahr seinen zehnten Geburtstag. Bereits 2001 regte die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Projekt an. HIV-Expertin und GSSG-Stifterin Harriet Langanke wurde mit der Durchführung betraut. 2003 ging die Webseite online. Inzwischen gibt es die Informationen zu sexuell übertragbaren Infektionen neben Deutsch auch auf Englisch, Spanisch und Türkisch. Über Sexsicher.de hat sich auch ein Forschungsprojekt von Langanke mit der Universität von Malmö ergeben. In der Studie geht es unter anderem darum, wann Freier Internetforen nutzen.

Mehr zu Sexsicher gibt es hier.

Die Teilnehmerinnen des 1. Treffens des Netzwerks Frauen und Aids 2013 (Foto: lgk)Die Teilnehmerinnen des 1. Treffens des Netzwerks Frauen und Aids 2013 (Foto: lgk)

Netzwerk Frauen und Aids diskutiert sexuelle Gesundheit

8. bis 10. März 2013: In Warnemünde traf sich das Netzwerk Frauen und Aids, um über das Thema sexuelle Gesundheit und seine Bedeutung für Frauen mit HIV und das Netzwerk zu diskutieren. Nach einer Einführung in die Begrifflichkeiten durch die Medizinerin Vivianne Bremer wurde den rund 12 Frauen schnell klar wie lückenhaft die Versorgung zu sexueller Gesundheit in Deutschland ist. Am Ende des Treffens forderten die Netzwerkfrauen einen Wegweiser, welche Einrichtungen sich wie um sexuelle Gesundheit bei Frauen kümmern.

Den Vortrag von Vivianne Bremer gibt es hier.

AVAC veröffentlicht Jahresbericht 2012

15. Februar 2013: Die Global Advocacy for HIV Prevention (AVAC) hat ihren Bericht für das Jahr 2012 veröffentlicht. Laut dem Bericht erwartet AVAC neue wissenschaftliche Erkenntnisse bei der HIV-Prävention. Doch der Erfolg von Präventionsmaßnahmen hängt auch davon ab, ob sie auf die Bedürfnisse von Frauen eingehen. Den vollen Report gibt es auf Englisch hier.

Die GSSG ist Partnerin von AVAC in Europa. Mehr dazu gibt es hier.

Lifeboat geht in eine neue Runde

4. Februar 2013: In Bochum haben Mitte Januar Dreharbeiten zu dem Projekt Lifeboat stattgefunden. In einem kurzen Beitrag sprach Ulrike Sonnenberg-Schwan über die geplante Geburt und den Kaiserschnitt bei schwangeren Frauen mit HIV. Die Sequenz ergänzt den bestehenden Lifeboat-Film „Positive Fakten". Damit wird der Film von der DVD Lifeboat Dock 1 auf den neusten wissenschaftlichen Stand gebracht.

Die DVD Lifeboat Dock 2 ist mit dieser aktualisierten Version, den anderen Filmen von Dock 1 und zusätzlich mit dem Kurzfilm „Die junge Perspektive" ausgestattet. Auf der Webseite www.projekt-lifeboat.de unter der Rubrik „Film & DVD" können sich alle Interessierten jetzt schon für eine Bestellung vormerken lassen.

Mehr zu Lifeboat gibt es hier

pro familia und GSSG fordern die rezeptfreie Pille danach (Foto: scger)pro familia und GSSG fordern die rezeptfreie Pille danach (Foto: scger)

GSSG unterstützt Rezeptfreiheit für Pille danach

23. Januar 2013: Zwei katholische Krankenhäuser in Köln haben sich geweigert, eine junge Frau zu untersuchen, nachdem sie betäubt und offenbar vergewaltigt wurde. Sie begründeten ihre Weigerung damit, dass zu einer Untersuchung nach sexueller Gewalt auch ein Gespräch über die Pille danach gehört. In einer Pressemitteilung fordert die pro familia: In einem Notfall müssen sich Hilfesuchende darauf verlassen können, dass sie sofort Unterstützung erhalten, egal an welches Krankenhaus sie sich wenden. Die sexuelle und reproduktive Gesundheit von Frauen stehen in engem Zusammenhang, aus diesem Grund fordert die GSSG mit der pro familia die Rezeptfreiheit für die Pille danach.


Zur Pressemitteilung geht es hier.

20 Jahre Netzwerk Frauen und Aids

10. Januar 2013: Von Frauen für Frauen, dafür steht das bundesweite Netzwerk Frauen und Aids. Mitmachen lautet die Devise, egal ob mit oder ohne HIV-Diagnose. 2012 feierte das Netzwerk seinen 20. Geburtstag. Aus diesem Anlass erschien in der vierten Ausgabe 2012 des Fachmagazins HIV & More ein ausführlicher Artikel zum Netzwerk.  Zum Artikel geht es hier.

3. Fachtag Sexuelle Gesundheit

Am 24. und 25. November 2017 ist es wieder soweit: Die Deutsche STI-Gesellschaft lädt in Kooperation mit der GSSG zu ihrem Fachtag "special" ein.

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Seminar "Wissen macht mächtig - Spaß!" abgesagt

29. Juni 2017: Das Seminar "Wissen macht mächtig - Spaß!", das am Mittwoch, den 5. Juli 2017 im Bürgerhaus Kalk in Köln stattfinden sollte, muss aus gesundheitlichen Gründen leider verschoben werden. Informationen zu einem alternativen Termin werden hier veröffentlicht.

AVAC bezieht Stellung zur US-Wahl

Nach der Präsidentenwahl in den USA sind viele Menschen besorgt, wie es mit den Rechten von Minderheiten weitergeht. Die us-amerikanische HIV-Präventions-Organisation AVAC findet klare Worte...

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Die neue DHIVA ist da!

Die DHIVA ist das Fachmagazin für Frauen zu Sexualität und Gesundheit. Es gibt sie als E-Paper hier...

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Spendenkonto für Verfassungsklage gegen das "Prostituierten-schutzgesetz" eingerichtet!

Die Zeit läuft: In 8 Monaten tritt das "Prostituierten-schutzgesetz" in Kraft! Das Gesetz ist nicht nur repressiv, es ist verfassungswidrig: Grundrechte von Sexarbeiter/innen und Betreiber/innen von Prostitutions-Etablissements werden systematisch aushebelt. Deswegen wird Dona Carmen eine Verfas-sungsklage dagegen auf den Weg bringen.

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