Meldungen 2011

Christine Winkelmann, Fachbeirätin der GSSG (Foto: privat)Christine Winkelmann, Fachbeirätin der GSSG (Foto: privat)

GSSG-Fachbeirat hat neues Mitglied

8. Dezember 2011: Christine Winkelmann ist das neuste Mitglied des Fachbeirates der GSSG. Stiftungsgründerin Harriet Langanke hatte sie am 16. November 2011 berufen. Christine Winkelmann promovierte zum Dr. phil. der Sinologie / Modernen China-Studien. Seit 2008 arbeitet sie bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Köln. Dort ist sie verantwortlich für das WHO-Kollaborationszentrum für sexuelle und reproduktive Gesundheit. Davor war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Ostasiatischen Seminar an der Universität zu Köln. In der Deutschen STI-Gesellschaft (DSTIG) arbeitet sie zusammen mit Harriet Langanke in der Sektion sexuelle Gesundheit. Außerdem ist Christine Winkelmann langjährige Vorsitzende des Vereins Aids-Waisenhilfe China. Der Verein unterstützt Kinder in Zentralchina, die mindestens ein Elternteil durch Aids verloren haben. Christine Winkelmann lebt mit ihrer Familie in Köln.

„Mir ist es wichtig, dass trotz aller Probleme im Bereich der sexuellen Gesundheit nicht vergessen wird, dass Sexualität zunächst einmal positiv und bereichernd ist,“ so Winkelmann über ihr Engagement bei der GSSG.

1. Dezember 2011: Frauen fordern Geld für Global Fund

Zum Welt-Aids-Tag rufen Frauenorganisationen weltweit die G8-Staaten auf, ihre finanziellen Versprechen gegenüber dem Global Fund zu Bekämpfung von HIV, Tuberkulose und Malaria einzuhalten. Der Petitions-Brief entstand auf eine Initiative von Alice Welbourn, Direktorin des Salamander Trusts in England. Zu den Erstunterzeichnern gehören das Netzwerk WECARe+ (Women in Europe and Central Asia Regions plus) sowie die Gemeinnützige Stiftung Sexualität und Gesundheit (GSSG). Der englische Originaltext wurde u.a. von der Deutschen Aids-Hilfe unterzeichnet und von der AG Internationales des deutschen Netzwerks Frauen und Aids übersetzt, damit ihn möglichst viele Menschen in Deutschland auf Change unterzeichnen können.

Zum Petitionsbrief

GSSG-Stifterin Harriet Langanke (3.v.l.) diskutierte mit VertreterInnen aus Politik, Kirche, Gesundheit und Aktivismus über HIV-Prävention, Verantwortung und Ethik (Foto: Katholische Akademie Die Wolfsburg)GSSG-Stifterin Harriet Langanke (3.v.l.) diskutierte mit VertreterInnen aus Politik, Kirche, Gesundheit und Aktivismus über HIV-Prävention, Verantwortung und Ethik (Foto: Katholische Akademie Die Wolfsburg)

Aids und Kirche

15. November 2011: Das Bistum Essen veranstaltete in Kooperation mit der Dermatologischen Klinik des Sankt Josef Hospitals Bochum die Tagung „Aids-Prävention – im Spannungsfeld zwischen individueller und gesellschaftlicher Verantwortung“. In der Katholischen Akademie Wolfsburg diskutierten PolitikerInnen, KirchenvertreterInnen, Ärzte und AktivistInnen mit dem Publikum.

„Es ist uns immer wieder gelungen, schneller zu sein als die Ausgrenzer“ skizzierte Rita Süssmuth ihren politischen Kampf für einen HIV-Präventionsansatz, der ein offenes Umgehen mit HIV/Aids fordert. Laut Norbert Brockmeyer, HIV-Experte der Ruhr-Universität Bochum, müsse es Ziel sein, einen offenen Umgang mit HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen zu schaffen. Hier schloss sich auch Harriet Langanke von der GSSG an. Sie plädierte für den ständigen Einsatz gegen Diskriminierung von Menschen mit HIV. „Denn Krankheit gehört zum Leben dazu“, so Langanke. Sie wies dazu auch auf die Standards zur Prävention hin, die sie zusammen mit anderen ExpertInnen in der Deutschen STI-Gesellschaft entwickelt hat. "Unsere Aufgabe ist es, jeden Tag dafür Sorge zu tragen, dass diese Standards auch umgesetzt werden."

Gaby Wirz erhält das Bundesverdienstkreuz (Foto: Sabine Faber)Gaby Wirz erhält das Bundesverdienstkreuz (Foto: Sabine Faber)

8. November 2011: Aktivistin erhält Bundesverdienstkreuz

Gaby Wirz, hauptamtliche Geschäftsführerin der Aids-Hilfe Baden-Württemberg, erhält das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland. Damit wird Wirz für ihr Engagement im HIV-Bereich gewürdigt. Seit 1997 setzt sich die Sozialpädagogin und Diakonin besonders für die frauenspezifischen Aspekte von HIV ein. Dazu ist sie in mehreren Projekten engagiert. Unter anderem im Netzwerk Frauen und Aids, beim Twinning-Projekt und für das Magazin DHIVA, alles Projekte der GSSG. Seit 2007 arbeitet sie ehrenamtlich im Fachbeirat der Stiftung mit. Anfang 2010 hat das Bundesgesundheitsminsiterium Wirz in den Nationalen Aids-Beirat berufen.

Zur Pressemitteilung der GSSG geht es hier

Zübeyde ist Mutter und HIV-positiv. Sie engagiert sich unter anderem für das GSSG-Projekt Lifeboat Deutschland.Zübeyde ist Mutter und HIV-positiv. Sie engagiert sich unter anderem für das GSSG-Projekt Lifeboat Deutschland.

Neue Kampagne zum Welt-Aids-Tag

28. Oktober 2011: In Berlin hat Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr die aktuelle Kampagne zum Welt-Aids-Tag vorgestellt. Unter dem Motto "Positiv zusammen leben. Aber sicher!" berichten Menschen mit HIV über ihr Leben mit dem Virus. Auf Plakaten, auf Flyern und in TV- und Kinospots geht es um Fragen wie "HIV-positiv und Mutter sein?" oder "HIV-positiv und Arbeiten?" Im Internet berichten die zwölf BotschafterInnen der Kampagne über ihr Leben mit HIV, über ihre Erfahrungen in der Familie, im Beruf und im Freundeskreis. Sie erzählen von Ausgrenzung aber auch von Solidarität.

Die gemeinsame Kampagne des Bundesministeriums für Gesundheit, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung(BZgA), der Deutschen AIDS-Hilfe und der Deutschen AIDS-Stiftung will über HIV/Aids aufklären und Diskriminierung abbauen.  „Mit unserer Kampagne wollen wir Offenheit und Solidarität in der Gesellschaft fördern und Betroffenen Mut machen, ihre Infektion zu thematisieren," betonte Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA.

Weitere Informationen unter: www.welt-aids-tag.de

1. Fachtag Frauen und Aids

Von Donnerstag, den 6. bis Freitag, den 7. Oktober fand in Ludwigsburg der erste Fachtag Frauen und Aids in Baden-Württemberg statt. Die 16 Teilnehmerinnen diskutierten zu den Fragen "Wie und Wann oute ich mich?", "Wie erzähle ich meinem Kind von der HIV-Infektion?" und "Wie gehe ich mit Geheimnissen um?". Am Donnerstag berieten die Frauen in offenen Arbeitsgruppen unter anderem darüber, wie Aids-Hilfen mehr Frauen mit HIV erreichen können. Die Impulsreferate am Freitag mit dem Schwerpunkt "Umgang mit Geheimnissen" regten zu Diskussionen an. Am Ende waren sich Teilnehmerinnen und Veranstalterinnen einig: es sollen weitere Fachtage zu Frauen und Aids folgen.

Die Aids-Hilfe Baden-Württemberg veranstaltete den Fachtag. GSSG-Geschäftsführerin Harriet Langanke moderierte den gesamten Fachtag.

Neuer Name für DSTDG

4. September 2011: Die Mitglieder der "Deutschen STD-Gesellschaft - Deutschsprachige Gesellschaft zur Prävention Sexuell übertragbarer Erkrankungen" (DSTDG) haben sich auf der Versammlung am 1. September in einen neuen Namen gegeben. Ab sofort wird die DSTDG "Deutsche STI-Gesellschaft" (DSTIG) heißen. Der neue Untertitel lautet "Gesellschaft zur Förderung der Sexuellen Gesundheit". Damit können die verschiedenen Fachdisziplinen aus Infektiologie, Gynäkologie, Urologie, Psychologie, Epidemiologie, Sozialwissenschaften, Public Health, in der DSTIG nun auch dem Namen nach zur Sexuellen Gesundheit zusammenarbeiten. Der Beschluss wurde im Vorfeld zur Jahresfachtagung der DSTDG vom 2. bis 3. September in Frankfurt gefasst.

Mehr zur DSTIG www.dstig.de

Foto:scgerFoto:scger

9. September 2011: Empfehlungen zum Kinderwunsch bei HIV

Die Deutsche Aids-Gesellschaft (DAIG) hat auf ihrer Mitgliederversammlung die "Empfehlungen zur Diagnostik und Behandlung HIV-betroffener Paare mit Kinderwunsch" verabschiedet. Die bereits vorhandenen deutschsprachigen Richtlinien zur Behandlung HIV-diskordanter Paare mit Kinderwunsch wurden damit schon zum zweiten überarbeitet und aktualisiert. Fachgesellschaften, die das Dokument verabschiedet haben, sind unter anderem die Deutsche Aids-Gesellschaft (DAIG), die Österreichische Aids-Gesellschaft (ÖAG), die Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG), die Deutsche STI-Gesellschaft (DSTIG) und das Robert-Koch-Institut (RKI).

Die Empfehlungen gibt es hier zum Download.

IAS 2011 in RomIAS 2011 in Rom

Antiretrovirale Behandlung als HIV-Prävention

17. - 20. Juli 2011: Die antiretrovirale Behandlung (ART) von HIV kann bei der Prävention von HIV-Übertragungen eine zentrale Rolle spielen. Diese Erkenntnis wurde durch mehrere Studien bestätigt, die bei der Konferenz der International AIDS Society (IAS) in Rom präsentiert wurden. In zwei Studien erhielten Frauen und Männer ohne HIV, die mit HIV-positiven Partnern leben, HIV-Medikamente. In der dritten Studie bekamen die TeilnehmerInnen mit HIV frühzeitig eine ART. Bei allen drei Studien zeigte sich ein deutlich verringertes Risiko für die SexualpartnerInnen ohne HIV, sich mit HIV zu infizieren. "Behandlung ist Prävention und diese drei Studien beweisen es", erklärte Elly Katabira, Präsident der IAS.

Neue Broschüre für Frauen mit HIV

Juli 2011: Bei der Deutschen Aids-Hilfe (DAH) ist die Broschüre "positiv gesund leben - Informationen für Frauen mit HIV" erschienen. Dabei handelt es sich um eine Neuauflage einer Broschüre von 2005 mit neuen Erkenntnissen zu HIV bei Frauen. 

Neben medizinischen Informationen zur HIV-Infektion und deren Behandlung finden sich auch andere wichtige Themen. Darunter sind HIV am Arbeitsplatz, Berentung oder Schwerbehindertenausweis und Tipps zum Gesund und Fit bleiben. Die Textgrundlage für den medizinischen Teil stammt unter anderem von Annette Haberl vom HIV-Center Frankfurt.

Die Broschüre richtet sich an Frauen mit HIV und Aids sowie an BeraterInnen und kann kostenlos bei der DAH bestellt werden.

Neuer Internetauftritt der DSTDG

9. Juni 2011: Pünktlich zum Deutsch-Östereichischen Aids-Kongress (DÖAK) hat die Deutsche STD-Gesellschaft (DSTDG) einen neuen Internetauftritt. Auf der Homepage finden Interessierte alles Wichtige zur DSTDG und zu ihren verschiedenen Arbeitsgruppen. Daneben gibt es Informationen zum Thema sexuelle Gesundheit, weiterführende Links, Termine sowie Fachliteratur.

Die GSSG ist mit ihrer Geschäftsführerin Mitglied in der DSTDG und gehört zu den Mitgründerinnen der Sektion sexuelle Gesundheit der STD-Gesellschaft.

Mehr Informationen zur DSTDG gibt es unter dstdg.de

9. Juni 2011: DSTDG schreibt Detlef-Petzoldt-Preis aus

Die Deutsche STD-Gesellschaft (DSTDG) hat für 2011 den Detlef-Petzoldt-Preis ausgeschrieben. Prämiert werden wissenschaftliche Veröffentlichungen zur Prävention sexuell übertragbarer Krankheiten (STD), zur STD/STI-Gesundheitsförderung, zur medizinischen STD/STI-Forschung oder zur STD/STI-Therapie. Der Einsendeschluss ist der 31. Juli 2011. Der Preis wird beim Deutschen STD-Kongress am 2. September in Frankfurt verliehen.

Mehr Informationen zur Teilnahme gibt es hier. Mehr Informationen zur DSTDG gibt es unter dstdg.de

12. April 2011: Stigma von Frauen mit HIV

Am 12. April stellt die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) das Diskussionpapier “Piecing it together for women and girls:The gender dimensions of HIV-related stigma. Evidence from Bangladesh, the Dominican Republic and Ethiopia" vor. Damit werden Fragen aufgeworfen, ob Mädchen und Frauen mit HIV mehr von Stigma betroffen sind als Jungen und Männer mit HIV? Und wie können betroffene Frauen dem Stigma entgegenwirken?

Im Rahmen die Veröffentlichung veranstaltet die GIZ am Dienstag, den 12. April eine Podiumsdiskussion in Eschborn. Stiftungsgründerin und Journalistin Harriet Langanke wird an der Fachdiskussion teilnehmen und Fragen beantworten.

Mehr Informationen zur GIZ gibt es hier.

DHIVA feiert Jubiläum zum Internationalen Frauentag

8. März 2011: Die DHIVA feiert ihre 50. Jubiläumsausgabe zum Internationalen Frauentag. Bereits seit 1994 erscheint das Magazin für Frauen zu Gesundheit und Aids. Damit ist die DHIVA im deutschsprachigen Raum einmalig. Zum ersten Mal kann das Magazin nun auch im Internet als E-Paper bestellt werden.

Bis zu vier Ausgaben erstellt die Redaktion pro Jahr, Grundlage sind die ehrenamtlichen Beiträge von Frauen mit HIV sowie von Frauen und Männern, die zum Thema Frauen und Aids arbeiten. Damit ist die DHIVA im deutschsprachigen Raum einzigartig. Durch Kooperationen mit ausländischen Projekten und Schwestermagazinen im Ausland engagiert sich das Magazin auch international. Die Pressemitteilung zur Jubiläumsausgabe der DHIVA am Internationalen Frauentag gibt es hier.

GSSG-Fachbeirätinnen im Nationalen Aids-Beirat GSSG-Fachbeirätinnen im Nationalen Aids-Beirat

Fachbeirätinnen im Nationalen Aids-Beirat

8. Februar 2011: In Berlin fand die konstituierende Sitzung des Nationalen Aids-Beirats (NAB) statt. Gaby Wirz, Fachbeirätin der GSSG, wurde zur stellvertretenden NAB-Vorsitzenden gewählt. Unter den 15 Berufenen sind neben Wirz zwei weitere Aids-Expertinnen aus dem GSSG-Fachbeirat: Heidrun Nitschke und Ulrike Sonnenberg-Schwan.

„Das Bundesministerium für Gesundheit hat überaus erfahrene und sachkundige Fachleute berufen“, lobt GSSG-Stifterin Harriet Langanke die multidisziplinäre Zusammensetzung, in der sich die einschlägigen Facheinrichtungen ebenso widerspiegeln wie zivilgesellschaftliches Engagement.

Die Pressemitteilung gibt es hier zum Download

Roland Schüler (r) mit Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters (Foto: lgk)Roland Schüler (r) mit Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters (Foto: lgk)

Fachbeiratsmitglied erhält Verdienstkreuz

20. Januar 2011: Roland Schüler, Geschäftsführer des Friedenbildungswerk und Mitglied im Fachbeirat der GSSG erhielt heute das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Der Oberbürgermeister von Köln, Jürgen Roters, überreichte die Auszeichnung. Damit wird Schüler für sein langjähriges gesellschaftliches Engagement geehrt. Unter anderem setzt sich Roland Schüler für gewaltfreie Konfliktlösungen und für Menschen mit Behinderungen ein. Mehr zum Friedensbildungswerk gibt es unter friedensbildungswerk.de.

ExpertInnenforum zur Endometriose

7. - 14. Januar 2011: ExpertInnen beantworten im Online-Forum der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) kostenlos alle Fragen zur Endometriose. Dabei handelt es sich um Zellveränderungen bei Frauen, die der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) ähnlich sind. Sie treten im Unterleib auf und unterliegen weiblichen hormonellen Schwankungen. Die Symptome reichen von Unterleibsschmerzen und starken Monatsblutungen über Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, sowie Blasen- und Darmprobleme bis hin zur ungewollten Kinderlosigkeit. Den Infoflyer zum Forum gibt es hier zum Download.

Die neue DHIVA ist da!

Die DHIVA ist das Fachmagazin für Frauen zu Sexualität und Gesundheit. Es gibt sie als E-Paper hier...

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Neuer Termin für Seminar "Wissen macht mächtig - Spaß!"

Das Tagesseminar, das sich mit der Frage beschäftigt, wie sich Frauen an wissenschaftlichen Fachkonferenzen beteiligen können, findet am Samstag, dem 14. April 2018 in Köln statt.

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