Meldungen 2010

Gegen Gewalt an SexarbeiterInnen

17. Dezember 2010: Heute ist der Internationale Tag gegen Gewalt an SexarbeiterInnen. Der Tag richtet sich zum einen gegen die Kriminalisierung von SexarbeiterInnen durch Gesetze und die Gesellschaft. Er will zum anderen auf gewalttätige Übergriffe aufmerksam machen, die zu häufig ignoriert oder zu mild bestraft werden. Die GSSG engagiert sich für die Rechte und die Gesundheit von SexarbeiterInnen. So klärt das GSSG-Projekt Sexsicher gleich in mehreren Sprachen - darunter auch Türkisch - über sexuell übertragbare Infektionen auf. Das Internet-Portal Sexsicher.de richtet sich besonders an die Kunden von SexarbeiterInnen. Außerdem unterstützt die GSSG das International Committee for the Rights of Sexworkers in Europe (ICRSE), einen europaweiten Zusammenschluss für die Rechte von SexarbeiterInnen. Wer mehr zum Internationalen Tag gegen die Gewalt an SexarbeiterInnen erfahren möchte, erfährt Näheres hier.

Welt-Aids-Tag 2010: Frauenrechte und HIV

In einer gemeinsamen Aktion der World Young Women's Christian Association (World YWCA), der World AIDS Campaign und der Women Won't Wait Campaign ist der Film "Where did the money go? Women's rights and HIV" entstanden. Der Film zeigt, wo das Geld, das Regierungen für den globalen Zugang zu HIV-Prävention, Behandlung und Unterstützung von Menschen mit HIV zugesagt haben, geblieben ist. Die klare Botschaft des Films: Die finanzielle Unterstützung muss erhöht werden, besonders für Programme, die Frauen und Mädchen befähigen, HIV und Aids aktiv einzudämmen. Den Film gibt es auf Englisch, Französisch und Spanisch. Mehr zur Kampagne gibt es hier.

Welt-Aids-Tag 2010: Verurteilt Hass nicht HIV

1. Dezember 2010: Die International Planned Parenthood Federation (IPPF) hatte zur Welt-Aids-Konferenz ihre Kampagne "Criminalize Hate not HIV" vorgestellt. Ziel ist, das Augenmerk der Welt darauf zu richten, dass die Übertragung von HIV zunehmend kriminalisiert wird. Dabei geht es nicht nur um die Folgen für die einzelnen Menschen, auch die weltweiten Fortschritte in der HIV-Prävention und Behandlung werden bedroht. Zum Welt-Aids-Tag hat IPPF einen Kurzfilm dazu veröffentlicht. Den Clip gibt es in Arabisch, Englisch, Französisch und Swahili zu sehen. Wer mehr zu IPPF und der Kampagne erfahren will, findet alle Informationen hier.

Marina Khalidova (rechts) und einige HIV-betroffene Frauen aus Russland zu Besuch bei der GSSG in Köln (Foto: lgk)Marina Khalidova (rechts) und einige HIV-betroffene Frauen aus Russland zu Besuch bei der GSSG in Köln (Foto: lgk)

HIV-betroffene Frauen aus Russland zu Besuch in Köln

28. Oktober 2010 - Ende Oktober waren bei der GSSG fünf HIV-betroffene Frauen aus Jekaterinenburg in Russland zu Gast. Die kleine Delegation wurde von Marina Khalidova begleitet. Zusammen mit neun anderen Frauen hatte Marina am Twinning-Projekt der GSSG zur Welt-Aids-Konferenz in Wien teilgenommen. In Köln konnte sie sich mit zwei anderen Twinning-Teilnehmerinnen wiedertreffen. Stiftungsgründerin Harriet Langanke stellte den Besucherinnen aus Russland die Arbeit der GSSG vor; besonders das Magazin DHIVA hatte es den russischen Frauen angetan. Danach beantworteten die Besucherinnen aus Russland geduldig alle Fragen der deutschen Frauen. "Manchmal vergessen wir, wie gut wir es in Deutschland haben", sagte Christin Seifert, Teilnehmerin am Twinning-Projekt.

Der Besuch bei der Stiftung war ein wichtiger Programmpunkt im vollen Terminplan der Frauen. Denn die Russinnen waren auf Einladung der Stadt Wuppertal eine ganze Woche in Deutschland. Zusammen mit Andrea Wetzchewald von der Aidshilfe Wuppertal und Karin Hoeltz vom Gesundheitsamt Wuppertal besuchten sie verschiedene Projekte und Einrichtungen für Menschen mit HIV. "Wir können viele Ideen mit nach Hause nehmen, wie wir das Leben von Menschen mit HIV bei uns verbessern können", bekräftigt Marina. Die GSSG wird Marina sowie alle anderen Twinning-Teilnehmerinnen weiter bei ihrem Engagement für Frauen mit HIV begleiten. "Die Begegnungen zwischen Aktivistinnen aus Ost- und Westeuropa werden helfen, Antworten in der Prävention von HIV zu finden", ist sich Langanke sicher. Mehr Informationen zum Twinning-Programm gibt es hier.

Ein Rückblick auf die WNZ

25. September- Jetzt, einige Zeit nach der Welt-Aids-Konferenz im Juli 2010 in Wien, blicken die Veranstalterinnen und Aktivistinnen auf die Women's Networking Zone (WNZ) zurück. Auf der oft unübersichtlichen Konferenz bot die WNZ Orientierungshilfe, fachlichen Austausch, Fortbildungen und Rückzugsmöglichkeiten. Wissenschaftlerinnen diskutierten mit Politikerinnen. Aktivistinnen lernten den Umgang mit den Medien und Expertinnen berieten junge Frauen zu Präventionsmethoden. Ein ausführlicher Bericht über die Vorbereitungen zur WNZ und die Aktivitäten während der Aids-Konferenz gibt es auf Englisch als PDF. Eine Auswertung der WNZ lenkt den Blick auch auf zukünftige Networking Zones auf Welt-Aids-Konferenzen. Auf Englisch ist ebenfalls die Zusammenfassung zur WNZ zum Download erschienen.

11. September 2010: Die DSTDG hat einen neuen Vorstand

In Memmingen wurde auf der 59. Jahrestagung der Deutschen STD-Gesellschaft (DSTDG) der neue Vorstand gewählt. Norbert Brockmeyer wird der medizinischen Fachgesellschaft in den nächsten vier Jahren vorstehen. In den neuen Vorstand wurden auch vier Frauen gewählt.

Der neue Vorstand der DSTDG

Mehr Informationen zur DSTDG gibt es hier. Die Pressemitteilung der DSTDG zur Vorstandswahl gibt es hier zum Download.

Die Teilnehmerinnen des Twinning-Projekts auf der 18. IAC in Wien (Foto: GSSG)Die Teilnehmerinnen des Twinning-Projekts auf der 18. IAC in Wien (Foto: GSSG)

Brückenschlag zwischen Ost und West mit dem Twinning-Projekt

28. Juli 2010 - Zehn Frauen bildeten fünf Ost-West-Zwillingspaare („Twins“) auf der 18. Welt-Aids-Konferenz (IAC). Vom 17. bis zum 24. Juli erlebten sie als Twinning-Projekt gemeinsam den Kongress. Fast 20.000 Delegierte besuchten die Konferenz in Wien. Der Tagungsort war bewusst ausgewählt worden, um auf die teilweise dramatische HIV-Situation in den Ländern des Ostens hinzuweisen. „Die Begegnungen der Twins stehen für einen gelungenen Brückenschlag zwischen Ost und West auf der Konferenz“, zieht Projektleiterin Harriet Langanke ein erstes Fazit.

Die Twinning-Teilnehmerinnen stammen aus Deutschland, Russland, der Ukraine, aus Tadschikistan, Litauen und Aserbaidschan. Die Twins haben viel voneinander gelernt. Besonders die Frauen aus Deutschland haben viel von ihren Kolleginnen aus den östlichen Ländern über das Leben mit HIV dort erfahren. In der Women’s Networking Zone, einem öffentlich zugänglichen Bereich der Konferenz, stellten die Twin-Frauen ihre Aids-Arbeit und ihre Lebensbedingungen vor.

Finanziert wird das Twinning vor allem aus privaten Zuwendungen. Zu den Sponsoren gehören Pharma-Firmen wie Abbott, Boehringer Ingelheim und Gilead, aber auch freie Träger wie die internationalen Netzwerke Athena und Women Arise, die Sektion All Around Women Special, das Frauengesundheitszentrum München und die Arbeitsgruppe Ärztinnen und Aids aus Deutschland.

Mehr Informationen zum Twinning-Projekt hier.

Standards zur STD-Prävention im Epidemiologischen Bulletin

Im April hatte die bundesweite Arbeitsgemeinschaft sexuelle Gesundheit (ASG)  Standards für die Prävention von sexuell übertragbaren Krankheiten (STD/STI) veröffentlicht. Zum ersten Mal gab es damit einen fachlichen Konsens darüber, wie erfolgreiche Maßnahmen oder Kampagnen zum Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen aussehen können. Jetzt hat das Robert-Koch-Institut die Standards auch in seinem 35. Epidemiologischen Bulletin veröffentlicht. Das Bulletin gibt es hier zum Download. Mehr zur Arbeit der AG sexuelle Gesundheit gibt es hier.

Endlich da! Das Programm für die Women's Networking Zone

28. Juni 2010 - Das Programm für die Women's Networking Zone (WNZ) auf der Welt-Aids-Konferenz ist da. Über 50 Vorschläge für Workshops, Präsentationen und Podiumsdikussionen erreichten die Organisatorinnen bis Mitte Mai. Jetzt steht das Programm fest.

Die WNZ richtet sich auf der Welt-Aids-Konferenz vom 18. bis 23. Juli 2010 besonders an Frauen mit und ohne HIV. Engagierte Frauen aus aller Welt können in der WNZ Kontakte knüpfen und sich bei den vielen verschiedenen Angeboten weiterbilden. Die WNZ liegt im Global Village und ist für die Öffentlichkeit frei zugänglich. Alle BesucherInnen sind herzlich willkommen!

Das Programm gibt es hier zum Download

 Alle aktuellen Informationen zur Welt-Aids-Konferenz und zur WNZ hier.

Zur Prävention von STI/STD

Juni 2010 - Die bundesweite Arbeitsgemeinschaft sexuelle Gesundheit der Deutschen STD Gesellschaft hat Standards zur Prävention von sexuell übertragbaren Krankheiten (STD) veröffentlicht. Bisher fehlte in Deutschland ein fachlicher Konsens darüber, wie Maßnahmen zum Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten zu gestalten sind. Die Empfehlungen sollen helfen Präventionskampagnen zu verbessern. Die GSSG ist mit ihrer Geschäftsführerin Mitglied der Deutschen STD Gesellschaft. Mehr...

Zur Pressemitteilung 

Twinning-Projekt präsentiert sich auf der Welt-AIDS-Konferenz

2. Juni 2010 – Das Twinning-Projekt „Women to Vienna“ wird sich gleich mehrfach auf der Welt-AIDS-Konferenz (IAC) in Wien präsentieren.

Zum einen wird es einen Workshop in der Women’s Networking Zone (WNZ) geben, mit dem sich das Projekt und die Teilnehmerinnen vorstellen. Zusätzlich wird es zwei Poster zum Projekt geben. Eines wird ebenfalls in der WNZ präsentiert, das andere im Ausstellungsbereich am Stand von Women Arise. Women Arise ist ein Zusammenschluss verschiedener Frauenorganisationen aus aller Welt. Ihr gemeinsames Ziel ist es, Frauen und ihren Rechten eine starke Stimme zu geben – auf der IAC 2010 und darüber hinaus.

 

Vorschläge erbeten!

26. April 2010 - In Wien wartet die Women’s Networking Zone auf Frauen und junge Frauen bei der Welt-AIDS-Konferenz AIDS 2010.

Wenn vom 18. bis 23. Juli in Wien die Internationale Aids-Konferenz stattfindet, ist auch das öffentlich zugängliche Global Village dabei. Und in diesem Global Village wird es – wie in den letzten zehn Jahren – die Women’s Networking Zone (WNZ) geben: einen Bereich, in dem sich Frauen und Frauenprojekte vernetzen können.

Die Angebote der WNZ werden von interessierten und engagierten Frauen mitgestaltet. Auf einige Schwerpunkte haben sich Frauen und junge Frauen mit und ohne HIV aus Europa und Zentralasien bereits verständigt: Stigma und Diskriminierung, Mutterschaft, Sex und Sexualität, Harm Reduction und die Rechte der Sexarbeiterinnen.

Das Ziel der WNZ: Kontakte, Verbindungen und Netzwerke schaffen zwischen Frauen mit und ohne positives Testergebnis aus der ganzen Welt. Um damit das Motto der Gesamtkonferenz auch für Frauen einzulösen: Women’s Rights Here, Right Now.

Wer sich an der WNZ beteiligen wollte, konnte das bis zum 12. Mai mit Hilfe eines Formulars tun. Weitere Infos hier www.womeneurope.net oder per E-Mail an womentovienna@gmail.com


Koordiniert wird die WNZ vom Athena Netzwerk – wir gratulieren zum 10-Jahres-Jubiläum!

Das Projekt "Women to Vienna" zieht Frauen aus ganz Osteuropa und Zentralasien an

Am 31. März 2010 endete die Bewerbungsfrist für das Twinning-Projekt "Women to Vienna". Fast hundert Bewerbungen sind für das Twinnig-Programm bei der GSSG eingegangen. Jetzt sind die Daten zu den Herkunftsländern der osteuropäischen und zentralasiatischen Bewerberinnen ausgewertet.

Aus der Ukraine und aus Russland haben sich die meisten Frauen beworben. Aber auch aus den Ländern Kirgisistan, Kasachstan und Usbekistan haben sich mehrere Frauen für ein Twinning mit einer deutschen Frau gemeldet. Weitere Anfragen erreichten die GSSG aus den baltischen Staaten, aus Polen, Moldawien, Tadschikistan und Aserbaidschan.  

Eine Expertinnen-Kommission wählt die Bewerberinnen aus, die mit dem Twinning-Programm an der Welt-Aids-Konferenz (IAC) in Wien teilnehmen sollen. Die Frauen werden dann mit jeweils einer Frau aus Deutschland die IAC gemeinsam erleben.

 Mehr zum Projekt "Women to Vienna" hier...

Soapstar unterstützt Lifeboat

24. März 2010 - Unter dem Motto "Leben, Liebe, Leidenschaft - HIV-positive Frauen erzählen ihre Geschichte" zeigte die Aidshilfe Düsseldorf den Film "Was ist wenn? Erfahrungen von Müttern mit HIV" aus dem Projekt Lifeboat Deutschland Dock 1.

Im Anschluss an den Film diskutierten zwei HIV-positive Frauen, die Schauspielerin Miriam Lahnstein ("Verbotene Liebe") und die HIV-Behandlerin Ulrike Haars. Die Gäste waren sich einig nach 30 Jahren HIV gibt es noch immer zu viel Unwissenheit und zu viele Vorurteile über Menschen mit HIV. Umso mehr müsse das Projekt Lifeboat in der Aufklärung eingesetzt werden, so Lahnstein. "Denn der Film zeige, wie gewöhnliche Frauen außergewöhnlich sind." Für die Zukunft wünschte sich eine der betroffenen Frauen, eines Tages sagen zu können "Ich bin positiv." Und das, ohne ihren ganzen Mut zu brauchen.

Die Veranstaltung fand im Rahmen das Frauenmonats der Stadt Düsseldorf statt. 

 

Women for Positive Action

8. März 2010 -  Zum Internationalen Frauentag stellt Women for Positive Action (WFPA) Arbeitsmaterialien bereit, um die Folgen von HIV für Frauen deutlich zu machen. Gesundheitsexpertinnen wie Ärztinnen und Psychologinnen, Frauen mit HIV und Communityvertreterinnen aus Europa, Kanada und Lateinamerika leiten die WFPA. Ziel ist es Frauen mit HIV, Fachkräfte im Gesundheitswesen und Communityvertreterinnen zu ermutigen, zu informieren und ihre Bedürfnisse zu unterstützen. Mehr Informationen und die Materialien unter www.womenforpositiveaction.org.

Die neue DHIVA ist da!

Die DHIVA ist das Fachmagazin für Frauen zu Sexualität und Gesundheit. Es gibt sie als E-Paper hier...

Mehr...

AVAC bezieht Stellung zur US-Wahl

Nach der Präsidentenwahl in den USA sind viele Menschen besorgt, wie es mit den Rechten von Minderheiten weitergeht. Die us-amerikanische HIV-Präventions-Organisation AVAC findet klare Worte...

Mehr...

Spendenkonto für Verfassungsklage gegen das "Prostituierten-schutzgesetz" eingerichtet!

Die Zeit läuft: In 8 Monaten tritt das "Prostituierten-schutzgesetz" in Kraft! Das Gesetz ist nicht nur repressiv, es ist verfassungswidrig: Grundrechte von Sexarbeiter/innen und Betreiber/innen von Prostitutions-Etablissements werden systematisch aushebelt. Deswegen wird Dona Carmen eine Verfas-sungsklage dagegen auf den Weg bringen.

Mehr...