Aktuelles

BZgA veröffentlicht Unterrichtsmaterialien zur Sexualaufklärung

16.05.2012: Erstmals gibt es ein einheitliches Konzept mit allen Kultusministerien der Länder zur Sexualaufklärung in der Schule. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat in Zusammenarbeit (BZgA) mit den Kultusministerien die neue Schriftenreihe „aufgeklärt, selbstbestimmt und fair“ zur Sexualaufklärung im Schulunterricht entwickelt. Laut der Studie „Jugendsexualität 2010“ der BZgA geben mindestens drei Viertel der befragten Mädchen und Jungen an, dass ihre Kenntnisse über Sexualität, Fortpflanzung und Verhütung aus dem Schulunterricht stammen. „Ich freue mich, dass es mit der neuen Schriftenreihe gelungen ist, ein mit allen Kultusministerien der Länder abgestimmtes und einheitliches Konzept für Unterrichtsmaterialien zu entwickeln“, erklärt BZgA-Direktorin Elisabeth Pott.Weitere Informationen zu den Unterrichtsmaterialien gibt es hier sowie auf
www.schule.loveline.de

GSSG klinkt sich in internationales Präventions-Netzwerk ein

April 2012: Die Gemeinnützige Stiftung Sexualität und Gesundheit (GSSG) ist Partnerin der Global Advocacy for HIV Prevention (AVAC) in Europa. AVAC ist ein internationales Bündnis, das sich für die präventive Forschung zu HIV und Aids einsetzt. Die Stifterin der GSSG, HIV-Präventionsexpertin Harriet Langanke, ist Mitglied der europäischen PxROAR-Gruppe. Dabei handelt es sich um ein Pilotprojekt von AVAC, das für Forschung und Prävention im HIV-Bereich zuständig ist. PxROAR will neueste Fakten zur HIV-Prävention für europäische Zielgruppen verbreiten.

Neue Kampagne der BZgA zu sexuell übertragbaren Krankheiten vorgestellt

27.03.2012: Zum ersten Mal zeigen die bisher vorwiegend auf HIV konzentrierten Plakate Menschen mit ihren individuellen Vorstellungen von Sexualität. Selbstbewusste Statements wie „Ich will’s romantisch“ oder „Ich will’s spontan“ repräsentieren Personen aus dem Alltag und machen neugierig auf das Thema HIV/STI-Prävention. Ab April 2012 sind die Motive bundesweit auf 65.000 Plakatflächen zu sehen. Sie wollen einer Tabuisierung von HIV und STI und einer Stigmatisierung von Betroffenen entgegenwirken.

Den neuen Internetauftritt zur Kampagne gibt es unter www.machsmit.de

Deutsche STI-Gesellschaft (DSTIG) veröffentlicht Positionspapier zur sexuellen Gesundheit

27.03.2012: Noch ist der Begriff „sexuelle Gesundheit“ in Deutschland wenig verbreitet. Die Fachgesellschaft DSTIG widmet sich nicht nur der Aufklärung zu sexuell übertragbaren Infektionen, sondern fördert auch die sexuelle Gesundheit. Wie sie das im Einzelnen erreichen will, erklärt das Positionspapier der DSTIG.

Mehr zum Positionspapier und zur DSTIG gibt es hier. Das Dokument zum Download gibt es hier.

Foto: ALFoto: AL

Nationaler Aidsbeirat empfiehlt Safer Sex und ART

01.03.2012: Der Nationale Aids-Beirat (NAB) hat sich zur Vorbeugung von HIV-Infektionen mit Medikamenten geäußert. Der Beirat  sprach sich sowohl für Kondome als auch für die antiretrovirale Therapie (ART) aus. Die Entscheidung für oder gegen eine Therapie müsse jedoch bei den PatientInnen liegen, die zuvor über Vor- und Nachteile der ART aufzuklären seien. Zur Prä-Expositionsprophylaxe will sich der Beirat erst äußern, wenn weitere wichtige Fragen geklärt sind. Dem NAB gehören auch drei Fachbeirätinnen der GSSG an. Die vollständige Äußerung des NAB gibt es hier.

Sylvia Urban (DAH), Gaby Wirz, Klaus Koch (AH BaWü) und Harriet Langanke (vlnr) Foto: fab/DhivaSylvia Urban (DAH), Gaby Wirz, Klaus Koch (AH BaWü) und Harriet Langanke (vlnr) Foto: fab/Dhiva

Fachbeirätin erhält Bundesverdienstkreuz

31.01.2012: Gaby Wirz, Fachbeirätin der GSSG und Geschäftsführerin der Aidshilfe Baden-Württemberg, erhielt heute in Ludwigsburg das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Damit wird sie für ihre herausragenden Verdienste besonders in der frauenspezifischen Aids-Arbeit ausgezeichnet. Seit 1997 arbeitet Wirz zusammen mit GSSG-Stifterin Harriet Langanke im Netzwerk Frauen und Aids. Für das Magazin DHIVA engagiert sich Wirz als Autorin und Ressortleiterin. 2007 gehörte sie zu den Gründungsmitgliedern der GSSG. Harriet Langanke würdigte Wirz’ Einsatz: „Gabys Engagement verdankt das Netzwerk – und damit alle Menschen, die sich zum Thema Frauen und Aids engagieren – unschätzbare Impulse. Sie gehört zu den Vordenkerinnen bei den politischen und sozialen Entwicklungen zu Aids, weit über die weiblichen Perspektiven hinaus.“ Gaby Wirz engagiert sich bundesweit für Menschen mit HIV auch im Nationalen Aids-Beirat und im Delegiertenrat der Deutschen Aids-Hilfe.

Ein Interview von Gaby Wirz mit der Stuttgarter Zeitung vom 23.01.2012 gibt es hier

Christine Winkelmann, Fachbeirätin der GSSG (Foto: privat)Christine Winkelmann, Fachbeirätin der GSSG (Foto: privat)

GSSG-Fachbeirat hat neues Mitglied

8. Dezember 2011: Christine Winkelmann ist das neuste Mitglied des Fachbeirates der GSSG. Stiftungsgründerin Harriet Langanke hatte sie am 16. November 2011 berufen. Christine Winkelmann promovierte zum Dr. phil. der Sinologie / Modernen China-Studien. Seit 2008 arbeitet sie bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Köln. Dort ist sie verantwortlich für das WHO-Kollaborationszentrum für sexuelle und reproduktive Gesundheit. Davor war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Ostasiatischen Seminar an der Universität zu Köln. In der Deutschen STI-Gesellschaft (DSTIG) arbeitet sie zusammen mit Harriet Langanke in der Sektion sexuelle Gesundheit. Außerdem ist Christine Winkelmann langjährige Vorsitzende des Vereins Aids-Waisenhilfe China. Der Verein unterstützt Kinder in Zentralchina, die mindestens ein Elternteil durch Aids verloren haben. Christine Winkelmann lebt mit ihrer Familie in Köln.

„Mir ist es wichtig, dass trotz aller Probleme im Bereich der sexuellen Gesundheit nicht vergessen wird, dass Sexualität zunächst einmal positiv und bereichernd ist,“ so Winkelmann über ihr Engagement bei der GSSG.

GSSG-Stifterin Harriet Langanke (3.v.l.) diskutierte mit VertreterInnen aus Politik, Kirche, Gesundheit und Aktivismus über HIV-Prävention, Verantwortung und Ethik (Foto: Katholische Akademie Die Wolfsburg)GSSG-Stifterin Harriet Langanke (3.v.l.) diskutierte mit VertreterInnen aus Politik, Kirche, Gesundheit und Aktivismus über HIV-Prävention, Verantwortung und Ethik (Foto: Katholische Akademie Die Wolfsburg)

Aids und Kirche

15. November 2011: Das Bistum Essen veranstaltete in Kooperation mit der Dermatologischen Klinik des Sankt Josef Hospitals Bochum die Tagung „Aids-Prävention – im Spannungsfeld zwischen individueller und gesellschaftlicher Verantwortung“. In der Katholischen Akademie Wolfsburg diskutierten PolitikerInnen, KirchenvertreterInnen, Ärzte und AktivistInnen mit dem Publikum.

„Es ist uns immer wieder gelungen, schneller zu sein als die Ausgrenzer“ skizzierte Rita Süssmuth ihren politischen Kampf für einen HIV-Präventionsansatz, der ein offenes Umgehen mit HIV/Aids fordert. Laut Norbert Brockmeyer, HIV-Experte der Ruhr-Universität Bochum, müsse es Ziel sein, einen offenen Umgang mit HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen zu schaffen. Hier schloss sich auch Harriet Langanke von der GSSG an. Sie plädierte für den ständigen Einsatz gegen Diskriminierung von Menschen mit HIV. „Denn Krankheit gehört zum Leben dazu“, so Langanke. Sie wies dazu auch auf die Standards zur Prävention hin, die sie zusammen mit anderen ExpertInnen in der Deutschen STI-Gesellschaft entwickelt hat. "Unsere Aufgabe ist es, jeden Tag dafür Sorge zu tragen, dass diese Standards auch umgesetzt werden."

Zübeyde ist Mutter und HIV-positiv. Sie engagiert sich unter anderem für das GSSG-Projekt Lifeboat Deutschland.Zübeyde ist Mutter und HIV-positiv. Sie engagiert sich unter anderem für das GSSG-Projekt Lifeboat Deutschland.

Neue Kampagne zum Welt-Aids-Tag

28. Oktober 2011: In Berlin hat Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr die aktuelle Kampagne zum Welt-Aids-Tag vorgestellt. Unter dem Motto "Positiv zusammen leben. Aber sicher!" berichten Menschen mit HIV über ihr Leben mit dem Virus. Auf Plakaten, auf Flyern und in TV- und Kinospots geht es um Fragen wie "HIV-positiv und Mutter sein?" oder "HIV-positiv und Arbeiten?" Im Internet berichten die zwölf BotschafterInnen der Kampagne über ihr Leben mit HIV, über ihre Erfahrungen in der Familie, im Beruf und im Freundeskreis. Sie erzählen von Ausgrenzung aber auch von Solidarität.

Die gemeinsame Kampagne des Bundesministeriums für Gesundheit, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung(BZgA), der Deutschen AIDS-Hilfe und der Deutschen AIDS-Stiftung will über HIV/Aids aufklären und Diskriminierung abbauen.  „Mit unserer Kampagne wollen wir Offenheit und Solidarität in der Gesellschaft fördern und Betroffenen Mut machen, ihre Infektion zu thematisieren," betonte Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA.

Weitere Informationen unter: www.welt-aids-tag.de

1. Fachtag Frauen und Aids

Von Donnerstag, den 6. bis Freitag, den 7. Oktober fand in Ludwigsburg der erste Fachtag Frauen und Aids in Baden-Württemberg statt. Die 16 Teilnehmerinnen diskutierten zu den Fragen "Wie und Wann oute ich mich?", "Wie erzähle ich meinem Kind von der HIV-Infektion?" und "Wie gehe ich mit Geheimnissen um?". Am Donnerstag berieten die Frauen in offenen Arbeitsgruppen unter anderem darüber, wie Aids-Hilfen mehr Frauen mit HIV erreichen können. Die Impulsreferate am Freitag mit dem Schwerpunkt "Umgang mit Geheimnissen" regten zu Diskussionen an. Am Ende waren sich Teilnehmerinnen und Veranstalterinnen einig: es sollen weitere Fachtage zu Frauen und Aids folgen.

Die Aids-Hilfe Baden-Württemberg veranstaltete den Fachtag. GSSG-Geschäftsführerin Harriet Langanke moderierte den gesamten Fachtag.

Neuer Name für DSTDG

4. September 2011: Die Mitglieder der "Deutschen STD-Gesellschaft - Deutschsprachige Gesellschaft zur Prävention Sexuell übertragbarer Erkrankungen" (DSTDG) haben sich auf der Versammlung am 1. September in einen neuen Namen gegeben. Ab sofort wird die DSTDG "Deutsche STI-Gesellschaft" (DSTIG) heißen. Der neue Untertitel lautet "Gesellschaft zur Förderung der Sexuellen Gesundheit". Damit können die verschiedenen Fachdisziplinen aus Infektiologie, Gynäkologie, Urologie, Psychologie, Epidemiologie, Sozialwissenschaften, Public Health, in der DSTIG nun auch dem Namen nach zur Sexuellen Gesundheit zusammenarbeiten. Der Beschluss wurde im Vorfeld zur Jahresfachtagung der DSTDG vom 2. bis 3. September in Frankfurt gefasst.

Mehr zur DSTIG www.dstig.de

IAS 2011 in RomIAS 2011 in Rom

Antiretrovirale Behandlung als HIV-Prävention

17. - 20. Juli 2011: Die antiretrovirale Behandlung (ART) von HIV kann bei der Prävention von HIV-Übertragungen eine zentrale Rolle spielen. Diese Erkenntnis wurde durch mehrere Studien bestätigt, die bei der Konferenz der International AIDS Society (IAS) in Rom präsentiert wurden. In zwei Studien erhielten Frauen und Männer ohne HIV, die mit HIV-positiven Partnern leben, HIV-Medikamente. In der dritten Studie bekamen die TeilnehmerInnen mit HIV frühzeitig eine ART. Bei allen drei Studien zeigte sich ein deutlich verringertes Risiko für die SexualpartnerInnen ohne HIV, sich mit HIV zu infizieren. "Behandlung ist Prävention und diese drei Studien beweisen es", erklärte Elly Katabira, Präsident der IAS.

Neue Broschüre für Frauen mit HIV

Juli 2011: Bei der Deutschen Aids-Hilfe (DAH) ist die Broschüre "positiv gesund leben - Informationen für Frauen mit HIV" erschienen. Dabei handelt es sich um eine Neuauflage einer Broschüre von 2005 mit neuen Erkenntnissen zu HIV bei Frauen. 

Neben medizinischen Informationen zur HIV-Infektion und deren Behandlung finden sich auch andere wichtige Themen. Darunter sind HIV am Arbeitsplatz, Berentung oder Schwerbehindertenausweis und Tipps zum Gesund und Fit bleiben. Die Textgrundlage für den medizinischen Teil stammt unter anderem von Annette Haberl vom HIV-Center Frankfurt.

Die Broschüre richtet sich an Frauen mit HIV und Aids sowie an BeraterInnen und kann kostenlos bei der DAH bestellt werden.

Neuer Internetauftritt der DSTDG

9. Juni 2011: Pünktlich zum Deutsch-Östereichischen Aids-Kongress (DÖAK) hat die Deutsche STD-Gesellschaft (DSTDG) einen neuen Internetauftritt. Auf der Homepage finden Interessierte alles Wichtige zur DSTDG und zu ihren verschiedenen Arbeitsgruppen. Daneben gibt es Informationen zum Thema sexuelle Gesundheit, weiterführende Links, Termine sowie Fachliteratur.

Die GSSG ist mit ihrer Geschäftsführerin Mitglied in der DSTDG und gehört zu den Mitgründerinnen der Sektion sexuelle Gesundheit der STD-Gesellschaft.

Mehr Informationen zur DSTDG gibt es unter dstdg.de

DHIVA feiert Jubiläum zum Internationalen Frauentag

8. März 2011: Die DHIVA feiert ihre 50. Jubiläumsausgabe zum Internationalen Frauentag. Bereits seit 1994 erscheint das Magazin für Frauen zu Gesundheit und Aids. Damit ist die DHIVA im deutschsprachigen Raum einmalig. Zum ersten Mal kann das Magazin nun auch im Internet als E-Paper bestellt werden.

Bis zu vier Ausgaben erstellt die Redaktion pro Jahr, Grundlage sind die ehrenamtlichen Beiträge von Frauen mit HIV sowie von Frauen und Männern, die zum Thema Frauen und Aids arbeiten. Damit ist die DHIVA im deutschsprachigen Raum einzigartig. Durch Kooperationen mit ausländischen Projekten und Schwestermagazinen im Ausland engagiert sich das Magazin auch international. Die Pressemitteilung zur Jubiläumsausgabe der DHIVA am Internationalen Frauentag gibt es hier.

GSSG-Fachbeirätinnen im Nationalen Aids-Beirat GSSG-Fachbeirätinnen im Nationalen Aids-Beirat

Fachbeirätinnen im Nationalen Aids-Beirat

8. Februar 2011: In Berlin fand die konstituierende Sitzung des Nationalen Aids-Beirats (NAB) statt. Gaby Wirz, Fachbeirätin der GSSG, wurde zur stellvertretenden NAB-Vorsitzenden gewählt. Unter den 15 Berufenen sind neben Wirz zwei weitere Aids-Expertinnen aus dem GSSG-Fachbeirat: Heidrun Nitschke und Ulrike Sonnenberg-Schwan.

„Das Bundesministerium für Gesundheit hat überaus erfahrene und sachkundige Fachleute berufen“, lobt GSSG-Stifterin Harriet Langanke die multidisziplinäre Zusammensetzung, in der sich die einschlägigen Facheinrichtungen ebenso widerspiegeln wie zivilgesellschaftliches Engagement.

Die Pressemitteilung gibt es hier zum Download

Roland Schüler (r) mit Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters (Foto: lgk)Roland Schüler (r) mit Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters (Foto: lgk)

Fachbeiratsmitglied erhält Verdienstkreuz

20. Januar 2011: Roland Schüler, Geschäftsführer des Friedenbildungswerk und Mitglied im Fachbeirat der GSSG erhielt heute das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Der Oberbürgermeister von Köln, Jürgen Roters, überreichte die Auszeichnung. Damit wird Schüler für sein langjähriges gesellschaftliches Engagement geehrt. Unter anderem setzt sich Roland Schüler für gewaltfreie Konfliktlösungen und für Menschen mit Behinderungen ein. Mehr zum Friedensbildungswerk gibt es unter friedensbildungswerk.de.

ExpertInnenforum zur Endometriose

7. - 14. Januar 2011: ExpertInnen beantworten im Online-Forum der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) kostenlos alle Fragen zur Endometriose. Dabei handelt es sich um Zellveränderungen bei Frauen, die der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) ähnlich sind. Sie treten im Unterleib auf und unterliegen weiblichen hormonellen Schwankungen. Die Symptome reichen von Unterleibsschmerzen und starken Monatsblutungen über Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, sowie Blasen- und Darmprobleme bis hin zur ungewollten Kinderlosigkeit. Den Infoflyer zum Forum gibt es hier zum Download.

Gegen Gewalt an SexarbeiterInnen

17. Dezember 2010: Heute ist der Internationale Tag gegen Gewalt an SexarbeiterInnen. Der Tag richtet sich zum einen gegen die Kriminalisierung von SexarbeiterInnen durch Gesetze und die Gesellschaft. Er will zum anderen auf gewalttätige Übergriffe aufmerksam machen, die zu häufig ignoriert oder zu mild bestraft werden. Die GSSG engagiert sich für die Rechte und die Gesundheit von SexarbeiterInnen. So klärt das GSSG-Projekt Sexsicher gleich in mehreren Sprachen - darunter auch Türkisch - über sexuell übertragbare Infektionen auf. Das Internet-Portal Sexsicher.de richtet sich besonders an die Kunden von SexarbeiterInnen. Außerdem unterstützt die GSSG das International Committee for the Rights of Sexworkers in Europe (ICRSE), einen europaweiten Zusammenschluss für die Rechte von SexarbeiterInnen. Wer mehr zum Internationalen Tag gegen die Gewalt an SexarbeiterInnen erfahren möchte, erfährt Näheres hier.

Welt-Aids-Tag 2010: Verurteilt Hass nicht HIV

1. Dezember 2010: Die International Planned Parenthood Federation (IPPF) hatte zur Welt-Aids-Konferenz ihre Kampagne "Criminalize Hate not HIV" vorgestellt. Ziel ist, das Augenmerk der Welt darauf zu richten, dass die Übertragung von HIV zunehmend kriminalisiert wird. Dabei geht es nicht nur um die Folgen für die einzelnen Menschen, auch die weltweiten Fortschritte in der HIV-Prävention und Behandlung werden bedroht. Zum Welt-Aids-Tag hat IPPF einen Kurzfilm dazu veröffentlicht. Den Clip gibt es in Arabisch, Englisch, Französisch und Swahili zu sehen. Wer mehr zu IPPF und der Kampagne erfahren will, findet alle Informationen hier.

Marina Khalidova (rechts) und einige HIV-betroffene Frauen aus Russland zu Besuch bei der GSSG in Köln (Foto: lgk)Marina Khalidova (rechts) und einige HIV-betroffene Frauen aus Russland zu Besuch bei der GSSG in Köln (Foto: lgk)

HIV-betroffene Frauen aus Russland zu Besuch in Köln

28. Oktober 2010 - Ende Oktober waren bei der GSSG fünf HIV-betroffene Frauen aus Jekaterinenburg in Russland zu Gast. Die kleine Delegation wurde von Marina Khalidova begleitet. Zusammen mit neun anderen Frauen hatte Marina am Twinning-Projekt der GSSG zur Welt-Aids-Konferenz in Wien teilgenommen. In Köln konnte sie sich mit zwei anderen Twinning-Teilnehmerinnen wiedertreffen. Stiftungsgründerin Harriet Langanke stellte den Besucherinnen aus Russland die Arbeit der GSSG vor; besonders das Magazin DHIVA hatte es den russischen Frauen angetan. Danach beantworteten die Besucherinnen aus Russland geduldig alle Fragen der deutschen Frauen. "Manchmal vergessen wir, wie gut wir es in Deutschland haben", sagte Christin Seifert, Teilnehmerin am Twinning-Projekt.

Der Besuch bei der Stiftung war ein wichtiger Programmpunkt im vollen Terminplan der Frauen. Denn die Russinnen waren auf Einladung der Stadt Wuppertal eine ganze Woche in Deutschland. Zusammen mit Andrea Wetzchewald von der Aidshilfe Wuppertal und Karin Hoeltz vom Gesundheitsamt Wuppertal besuchten sie verschiedene Projekte und Einrichtungen für Menschen mit HIV. "Wir können viele Ideen mit nach Hause nehmen, wie wir das Leben von Menschen mit HIV bei uns verbessern können", bekräftigt Marina. Die GSSG wird Marina sowie alle anderen Twinning-Teilnehmerinnen weiter bei ihrem Engagement für Frauen mit HIV begleiten. "Die Begegnungen zwischen Aktivistinnen aus Ost- und Westeuropa werden helfen, Antworten in der Prävention von HIV zu finden", ist sich Langanke sicher. Mehr Informationen zum Twinning-Programm gibt es hier.

Ein Rückblick auf die WNZ

25. September- Jetzt, einige Zeit nach der Welt-Aids-Konferenz im Juli 2010 in Wien, blicken die Veranstalterinnen und Aktivistinnen auf die Women's Networking Zone (WNZ) zurück. Auf der oft unübersichtlichen Konferenz bot die WNZ Orientierungshilfe, fachlichen Austausch, Fortbildungen und Rückzugsmöglichkeiten. Wissenschaftlerinnen diskutierten mit Politikerinnen. Aktivistinnen lernten den Umgang mit den Medien und Expertinnen berieten junge Frauen zu Präventionsmethoden. Ein ausführlicher Bericht über die Vorbereitungen zur WNZ und die Aktivitäten während der Aids-Konferenz gibt es auf Englisch als PDF. Eine Auswertung der WNZ lenkt den Blick auch auf zukünftige Networking Zones auf Welt-Aids-Konferenzen. Auf Englisch ist ebenfalls die Zusammenfassung zur WNZ zum Download erschienen.

Standards zur STD-Prävention im Epidemiologischen Bulletin

Im April hatte die bundesweite Arbeitsgemeinschaft sexuelle Gesundheit (ASG)  Standards für die Prävention von sexuell übertragbaren Krankheiten (STD/STI) veröffentlicht. Zum ersten Mal gab es damit einen fachlichen Konsens darüber, wie erfolgreiche Maßnahmen oder Kampagnen zum Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen aussehen können. Jetzt hat das Robert-Koch-Institut die Standards auch in seinem 35. Epidemiologischen Bulletin veröffentlicht. Das Bulletin gibt es hier zum Download. Mehr zur Arbeit der AG sexuelle Gesundheit gibt es hier.

Die Teilnehmerinnen des Twinning-Projekts auf der 18. IAC in Wien (Foto: GSSG)Die Teilnehmerinnen des Twinning-Projekts auf der 18. IAC in Wien (Foto: GSSG)

Brückenschlag zwischen Ost und West mit dem Twinning-Projekt

28. Juli 2010 - Zehn Frauen bildeten fünf Ost-West-Zwillingspaare („Twins“) auf der 18. Welt-Aids-Konferenz (IAC). Vom 17. bis zum 24. Juli erlebten sie als Twinning-Projekt gemeinsam den Kongress. Fast 20.000 Delegierte besuchten die Konferenz in Wien. Der Tagungsort war bewusst ausgewählt worden, um auf die teilweise dramatische HIV-Situation in den Ländern des Ostens hinzuweisen. „Die Begegnungen der Twins stehen für einen gelungenen Brückenschlag zwischen Ost und West auf der Konferenz“, zieht Projektleiterin Harriet Langanke ein erstes Fazit.

Die Twinning-Teilnehmerinnen stammen aus Deutschland, Russland, der Ukraine, aus Tadschikistan, Litauen und Aserbaidschan. Die Twins haben viel voneinander gelernt. Besonders die Frauen aus Deutschland haben viel von ihren Kolleginnen aus den östlichen Ländern über das Leben mit HIV dort erfahren. In der Women’s Networking Zone, einem öffentlich zugänglichen Bereich der Konferenz, stellten die Twin-Frauen ihre Aids-Arbeit und ihre Lebensbedingungen vor.

Finanziert wird das Twinning vor allem aus privaten Zuwendungen. Zu den Sponsoren gehören Pharma-Firmen wie Abbott, Boehringer Ingelheim und Gilead, aber auch freie Träger wie die internationalen Netzwerke Athena und Women Arise, die Sektion All Around Women Special, das Frauengesundheitszentrum München und die Arbeitsgruppe Ärztinnen und Aids aus Deutschland.

Mehr Informationen zum Twinning-Projekt hier.

Endlich da! Das Programm für die Women's Networking Zone

28. Juni 2010 - Das Programm für die Women's Networking Zone (WNZ) auf der Welt-Aids-Konferenz ist da. Über 50 Vorschläge für Workshops, Präsentationen und Podiumsdikussionen erreichten die Organisatorinnen bis Mitte Mai. Jetzt steht das Programm fest.

Die WNZ richtet sich auf der Welt-Aids-Konferenz vom 18. bis 23. Juli 2010 besonders an Frauen mit und ohne HIV. Engagierte Frauen aus aller Welt können in der WNZ Kontakte knüpfen und sich bei den vielen verschiedenen Angeboten weiterbilden. Die WNZ liegt im Global Village und ist für die Öffentlichkeit frei zugänglich. Alle BesucherInnen sind herzlich willkommen!

Das Programm gibt es hier zum Download

 Alle aktuellen Informationen zur Welt-Aids-Konferenz und zur WNZ hier.

Zur Prävention von STI/STD

Juni 2010 - Die bundesweite Arbeitsgemeinschaft sexuelle Gesundheit der Deutschen STD Gesellschaft hat Standards zur Prävention von sexuell übertragbaren Krankheiten (STD) veröffentlicht. Bisher fehlte in Deutschland ein fachlicher Konsens darüber, wie Maßnahmen zum Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten zu gestalten sind. Die Empfehlungen sollen helfen Präventionskampagnen zu verbessern. Die GSSG ist mit ihrer Geschäftsführerin Mitglied der Deutschen STD Gesellschaft. Mehr...

Zur Pressemitteilung 

Twinning-Projekt präsentiert sich auf der Welt-AIDS-Konferenz

2. Juni 2010 – Das Twinning-Projekt „Women to Vienna“ wird sich gleich mehrfach auf der Welt-AIDS-Konferenz (IAC) in Wien präsentieren.

Zum einen wird es einen Workshop in der Women’s Networking Zone (WNZ) geben, mit dem sich das Projekt und die Teilnehmerinnen vorstellen. Zusätzlich wird es zwei Poster zum Projekt geben. Eines wird ebenfalls in der WNZ präsentiert, das andere im Ausstellungsbereich am Stand von Women Arise. Women Arise ist ein Zusammenschluss verschiedener Frauenorganisationen aus aller Welt. Ihr gemeinsames Ziel ist es, Frauen und ihren Rechten eine starke Stimme zu geben – auf der IAC 2010 und darüber hinaus.

 

Vorschläge erbeten!

26. April 2010 - In Wien wartet die Women’s Networking Zone auf Frauen und junge Frauen bei der Welt-AIDS-Konferenz AIDS 2010.

Wenn vom 18. bis 23. Juli in Wien die Internationale Aids-Konferenz stattfindet, ist auch das öffentlich zugängliche Global Village dabei. Und in diesem Global Village wird es – wie in den letzten zehn Jahren – die Women’s Networking Zone (WNZ) geben: einen Bereich, in dem sich Frauen und Frauenprojekte vernetzen können.

Die Angebote der WNZ werden von interessierten und engagierten Frauen mitgestaltet. Auf einige Schwerpunkte haben sich Frauen und junge Frauen mit und ohne HIV aus Europa und Zentralasien bereits verständigt: Stigma und Diskriminierung, Mutterschaft, Sex und Sexualität, Harm Reduction und die Rechte der Sexarbeiterinnen.

Das Ziel der WNZ: Kontakte, Verbindungen und Netzwerke schaffen zwischen Frauen mit und ohne positives Testergebnis aus der ganzen Welt. Um damit das Motto der Gesamtkonferenz auch für Frauen einzulösen: Women’s Rights Here, Right Now.

Wer sich an der WNZ beteiligen wollte, konnte das bis zum 12. Mai mit Hilfe eines Formulars tun. Weitere Infos hier www.womeneurope.net oder per E-Mail an womentovienna@gmail.com


Koordiniert wird die WNZ vom Athena Netzwerk – wir gratulieren zum 10-Jahres-Jubiläum!

Das Projekt "Women to Vienna" zieht Frauen aus ganz Osteuropa und Zentralasien an

Am 31. März 2010 endete die Bewerbungsfrist für das Twinning-Projekt "Women to Vienna". Fast hundert Bewerbungen sind für das Twinnig-Programm bei der GSSG eingegangen. Jetzt sind die Daten zu den Herkunftsländern der osteuropäischen und zentralasiatischen Bewerberinnen ausgewertet.

Aus der Ukraine und aus Russland haben sich die meisten Frauen beworben. Aber auch aus den Ländern Kirgisistan, Kasachstan und Usbekistan haben sich mehrere Frauen für ein Twinning mit einer deutschen Frau gemeldet. Weitere Anfragen erreichten die GSSG aus den baltischen Staaten, aus Polen, Moldawien, Tadschikistan und Aserbaidschan.  

Eine Expertinnen-Kommission wählt die Bewerberinnen aus, die mit dem Twinning-Programm an der Welt-Aids-Konferenz (IAC) in Wien teilnehmen sollen. Die Frauen werden dann mit jeweils einer Frau aus Deutschland die IAC gemeinsam erleben.

 Mehr zum Projekt "Women to Vienna" hier...

Soapstar unterstützt Lifeboat

24. März 2010 - Unter dem Motto "Leben, Liebe, Leidenschaft - HIV-positive Frauen erzählen ihre Geschichte" zeigte die Aidshilfe Düsseldorf den Film "Was ist wenn? Erfahrungen von Müttern mit HIV" aus dem Projekt Lifeboat Deutschland Dock 1.

Im Anschluss an den Film diskutierten zwei HIV-positive Frauen, die Schauspielerin Miriam Lahnstein ("Verbotene Liebe") und die HIV-Behandlerin Ulrike Haars. Die Gäste waren sich einig nach 30 Jahren HIV gibt es noch immer zu viel Unwissenheit und zu viele Vorurteile über Menschen mit HIV. Umso mehr müsse das Projekt Lifeboat in der Aufklärung eingesetzt werden, so Lahnstein. "Denn der Film zeige, wie gewöhnliche Frauen außergewöhnlich sind." Für die Zukunft wünschte sich eine der betroffenen Frauen, eines Tages sagen zu können "Ich bin positiv." Und das, ohne ihren ganzen Mut zu brauchen.

Die Veranstaltung fand im Rahmen das Frauenmonats der Stadt Düsseldorf statt. 

 

Women for Positive Action

8. März 2010 -  Zum Internationalen Frauentag stellt Women for Positive Action (WFPA) Arbeitsmaterialien bereit, um die Folgen von HIV für Frauen deutlich zu machen. Gesundheitsexpertinnen wie Ärztinnen und Psychologinnen, Frauen mit HIV und Communityvertreterinnen aus Europa, Kanada und Lateinamerika leiten die WFPA. Ziel ist es Frauen mit HIV, Fachkräfte im Gesundheitswesen und Communityvertreterinnen zu ermutigen, zu informieren und ihre Bedürfnisse zu unterstützen. Mehr Informationen und die Materialien unter www.womenforpositiveaction.org.

GSSG bei internationalem Präventions-Netzwerk

Die GSSG ist Partnerin der Global Advocacy for HIV Prevention (AVAC) in Europa. Mehr...

Die neue DHIVA ist da!

Die DHIVA ist das Fachmagazin für Frauen zu Sexualität und Gesundheit. Es gibt sie als E-Paper hier...

Mehr...

Fachbeirätin erhält Bundesverdienstkreuz

Gaby Wirz, Fachbeirätin der GSSG und Geschäftsführerin der Aidshilfe Baden-Württemberg, erhält das Bundesverdienstkreuz. Mehr...

Twinning-Projekt feiert Geburtstag

Das Twinning-Projekt der GSSG feiert sein einjähriges Bestehen. Zur Pressemitteilung geht es hier

"Women to Vienna"

Frauen aus ganz Osteuropa und Zentralasien bewerben sich zum Twinning-Projekt. 

Mehr...

Neuer Lifeboat-Trailer

Vom Muttertag bis zur Welt-Aids-Konfrenz online: der neue Lifeboat-Trailer!

Das Medienprojekt macht HIV-betroffenen Familien Mut.

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Lifeboat Dock 2 zeigt die junge Perspektive

Über HIV und Aids reden! - Medienprojekt will HIV-betroffenen Familien helfen.

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